Ein Prozess weniger für Berlusconi

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Silvio Berlusconi hat einen Prozess weniger am Hals.

Mailand - Silvio Berlusconi ist für seinen Dauerärger mit der italienischen Justiz bekannt. Nun wurde er zum ersten Mal seit langem in einer Vorverhandlung von allen Vorwürfen freigesprochen.

Italiens angeschlagener Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat einen Prozess weniger am Hals. In der Vorverhandlung um mutmaßliche Steuervergehen beim Verkauf von Film- und TV-Rechten seines Subunternehmens Mediatrade sprach eine Untersuchungsrichterin Berlusconi am Dienstag frei. Die übrigen neun Verdächtigen - darunter Berlusconis Spitzenmanager Fedele Confalonieri und Sohn Pier Silvio Berlusconi - wurden offiziell angeklagt. Am 22. Dezember beginnt ihr Prozess.

“Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling“, kommentierten Berlusconis Anwälte die Entscheidung der Mailänder Richter ironisch. Der 75-jährige Medienzar und seine Anhänger beschwerten sich in der Vergangenheit immer wieder über die “rote“ Justiz, die den konservativen Regierungschef nur aus politischen Motiven verfolge.

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Das sogenannte Mediatrade-Verfahren ist ein Nebenstrang des schon länger laufenden “Mediaset“-Prozesses, in dem es ebenfalls um Steuervergehen beim Verkauf von Film- und TV-Rechten geht. Berlusconi und sein Konzern sollen dabei 470 Millionen Euro schwarz in Übersee verdient haben. Die Entscheidung pro Berlusconi müsse nun auch Konsequenzen auf den Hauptprozess um Mediaset haben, forderten die Verteidiger des Premiers am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, in die Berufung gehen zu wollen.

Berlusconi ist für seinen Dauerärger mit der Justiz bekannt: Insgesamt sitzt der “Cavaliere“ nun noch in vier Fällen persönlich auf der Anklagebank, unter anderem im spektakulären Prozess um das Callgirl “Ruby“.

dpa

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