Wegen Immobilien-Betrugsaffäre

Putin entlässt Verteidigungsminister

+
Wladimir Putin (r.) verzichtet künftig auf die Dienste von Anatoli Serdjukow (l.).

Moskau - Nach Berichten über eine Immobilien-Betrugsaffäre hat Kremlchef Wladimir Putin den russischen Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow mit sofortiger Wirkung entlassen.

Putin ernannte den bisherigen Moskauer Gebietsgouverneur Sergej Schoigu zum Nachfolger. Das teilte der Kreml am Dienstag in Moskau mit. Der Wechsel stärkt nach Ansicht von Experten die militärischen Hardliner.

Einflussreiche Armee-Offiziere hatten dem früheren Chef der Steuerbehörde Serdjukow (50) stets vorgeworfen, als Zivilist keine Ahnung vom Militär einer Weltmacht zu haben. Die Streitmacht des Riesenreichs befindet sich in der größten Reform ihrer Geschichte.

80 Mio. Euro zur Seite geschafft?

Mit der „persönlichen Entscheidung von Putin“ werde auch der Weg freigemacht für eine Untersuchung von Betrugsvorwürfen gegen ein Tochterunternehmen des Verteidigungsministeriums, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow. Die Firma Oboronservice soll unter anderem mit Immobiliendeals fast 80 Millionen Euro zur Seite geschafft haben.

An der Spitze des Ministeriums sollte eine Person stehen, die „alle positiven Ansätze“ fortsetze, sagte Putin bei einem Treffen mit Schoigu (57). „Sie sind ein erfahrener und denkender Mensch. Sie sind ein Militärmensch“, unterstrich er. Medien hatten den früheren Zivilschutzminister wiederholt als Putins „Allzweckwaffe“ bezeichnet.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.