Telefonat

Putin zu Merkel: Teilrückzug von Ukraine-Grenze

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) telefoniert.

Berlin - Russlands Präsident Wladimir Putin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Telefonat über einen Teilrückzug russischer Soldaten von der Ostgrenze der Ukraine informiert.

Darüber hinaus hätten Merkel und Putin "mögliche weitere Schritte zur Stabilisierung der Lage in der Ukraine und in Transnistrien" erörtert, teilte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, am Montag in Berlin mit.

Nach Angaben des Kreml bekräftigte Putin seine Forderung nach einer neuen Verfassung in der Ukraine. Moskau verlangt mehr Autonomie für die Regionen im Süden und Osten der früheren Sowjetrepublik, in denen ethnische Russen einen bedeutenden Teil der Bevölkerung stellen.

Nach westlichen Schätzungen hatte Moskau zuletzt bis zu 40.000 Soldaten an der Ostgrenze der Ukraine zusammengezogen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Montag mit, dass ein Bataillon der 15. motorisierten Infanteriebrigade Manöver im Grenzgebiet zur Ukraine beendet habe und nun zurück in die Region Samara an der Wolga verlegt werde. Ein Bataillon umfasst in den russischen Streitkräften üblicherweise etwa eintausend Soldaten.

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Zuvor hatte die Regierung in Kiew erklärt, Russland habe "in den vergangenen Tagen" Truppen "schrittweise" aus dem Grenzgebiet an der Ostgrenze zur Ukraine abgezogen. Unklar sei, ob es sich dabei um eine routinemäßige "Ablösung" der Einheiten handele oder aber um ein Ergebnis der US-russischen Krisengespräche, sagte ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums. US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow hatten sich am Sonntag in Paris getroffen.

AFP

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