Nach 30 Jahren

Wladimir Putin: Überraschende Scheidung

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Das Archivfoto vom 02.12.2007 zeigt den russischen Präsidenten Putin mit seiner Frau Ljudmila vor der Stimmabgabe im Wahllokal bei der Parlamentswahl in Moskau.

Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin und seine Frau Ljudmila lassen sich nach 30 Jahren Ehe scheiden. Dies kündigten beide am Donnerstagabend im staatlichen russischen Fernsehen an.

Kremlchef Wladimir Putin (60) und seine Frau Ljudmila (55) haben nach fast drei Jahrzehnten Ehe ihre Scheidung bekanntgegeben. „Das war unsere gemeinsame Entscheidung, unsere Ehe ist am Ende“, sagte der russische Präsident nach Angaben des Moskauer Staatsfernsehens am Abend überraschend. Beide zeigten sich nach langer Zeit wieder gemeinsam am Donnerstag im Kremlpalast in einer Aufführung des Balletts „Esmeralda“.

Russische Korrespondenten berichteten, dass Putina ruhig und mit einem Lächeln im Saal gewesen sei. Das Paar war in den vergangenen Jahren kaum gemeinsam in der Öffentlichkeit zu sehen. Putin hatte zuletzt auf Fragen zu den Gründen dafür erklärt, dass seine Frau den öffentlichen Rummel um seine Person nicht ertrage.

„Wir sehen uns praktisch kaum. Jeder hat sein eigenes Leben“, sagte Putin dem Sender Rossija 24. „Ich mag die Öffentlichkeit nicht“, sagte Ljudmila Putina. „Wir lieben unsere Kinder sehr, sind auf sie stolz“, sagte die russische First Lady. Die Mädchen seien nun erwachsen und lebten in Russland. „Man kann sagen, es ist eine zivilisierte Scheidung“, sagte die First Lady. Details nannte keiner der beiden Ex-Ehepartner.

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Um eine Trennung des seit Juli 1983 verheirateten Paares gab es seit Jahren Gerüchte. 2008 wurde Putin eine angeblich geplante Hochzeit mit der 31 Jahre jüngeren Turnerin Alina Kabajewa nachgesagt. Beide hatten das dementiert.

Es gilt in Russland als tabu, über das Privatleben des Präsidenten zu berichten. Die Putins haben zwei gemeinsame Töchter: Jekaterina und Maria, die Mitte der 1980er Jahre geboren wurden. Damals war Putin als KGB-Offizier in Dresden stationiert gewesen.

Putins Sprecher Dmitri Peskow behauptete, Ort und Zeit der Bekanntgabe seien nicht geplant gewesen. „Eine Journalistin hat gefragt, und der Präsident hat geantwortet“, sagte Peskow. Fragen zu den Töchtern des Paares und zum künftigen Wohnort der Frau werde er nicht beantworten. „Alles ist Privatsache, und manches ist mir auch nicht bekannt“, sagte der Sprecher.

Der russische Politologe Leonid Poljakow sprach von einer „mutigen und ehrlichen Entscheidung“ des Paars. „Eine solche Erklärung vor laufender Kamera vertreibt alle Gerüchte“, sagte Poljakow.

dpa/AP

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