Kommt es zu einem Treffen? 

Putin über angespanntes Verhältnis zu USA: „Ball ist auf der amerikanischen Seite“

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US-Präsident Donald Trump (r.) spricht mit dem russischen Präsident Wladimir Putin während eines Treffens beim G20-Gipfel in Hamburg. 

Russlands Präsident Wladimir Putin nimmt die USA in die Pflicht, wenn es um das zerüttete Verhältnis zwischen den beiden Atommächten geht - eine Verbesserung der Beziehungen kann er sich jedoch gut vorstellen. 

Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin erwartet von den USA den ersten Schritt für eine Verbesserung der Beziehungen. „Der Ball ist auf der amerikanischen Seite“, sagte Putin dem staatlichen TV-Sender Rossija 1 Agenturen zufolge in einem Interview, das am Samstag ausgestrahlt werden sollte.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag beim G7-Gipfel in Kanada vorgeschlagen, Russland wieder in die Gruppe der führenden Industrienationen aufzunehmen. Moskau war 2014 wegen der Ukraine-Krise ausgeschlossen worden. Die Bundesregierung lehnt eine Rückkehr Russlands ab, solange sich die Lage in der Ukraine nicht entspannt.

Putin: „Wir sind bereit zu einer Entwicklung, Vertiefung und Normalisierung der Beziehungen mit den USA“

Das Verhältnis zwischen den beiden Atommächten Russland und USA ist seit Jahren wegen zahlreicher Streitthemen zerrüttet. „Wir sind bereit zu einer Entwicklung, Vertiefung und Normalisierung der Beziehungen mit den USA“, sagte Putin. Auf Trumps Vorschlag ging er nicht ausdrücklich ein, schloss aber ein Treffen mit ihm nicht aus. Er habe schon nach Trumps Wahl gesagt, dass er ein persönliches Treffen sinnvoll fände, sagte der Kremlchef.

Sein Sprecher und Vertrauter Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge, dass Wien ein möglicher Ort für eine Begegnung mit Trump sein könnte. Darüber habe Putin auch mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz vergangene Woche gesprochen. Peskow betonte aber, es gebe noch keine konkreten Absprachen zu Ort und Zeitpunkt für Verhandlungen zwischen Putin und Trump.

dpa

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