Putin: Keine „russische Spur“ zu Boston-Anschlag

+
Der russiche Präsident Wladimir Putin bei der Fragestunde im russischen Staatsfernsehen.

Moskau - Nach dem Anschlag auf den Marathon in Boston hat Kremlchef Wladimir Putin eine „russische Spur“ zurückgewiesen. Solche Attentate hätten nichts mit Nationalismus oder Religion zu tun.

„Das Problem liegt in der extremistischen Ausrichtung der Täter“, sagte der Präsident am Donnerstag bei einer Live-Fragestunde im Staatsfernsehen. Es war Putins erste öffentliche Stellungnahme dazu, dass die mutmaßlichen Attentäter Tamerlan und Dschochar Zarnajew aus dem Ex-Kriegsgebiet Tschetschenien im Nordkaukasus stammen.

Putin sprach sich für einen „Schulterschluss“ mit den USA im Kampf gegen den Terrorismus aus. „Wenn wir unsere Kräfte vereinen, werden wir solche Anschläge nicht zulassen und keine derartigen Verluste mehr erleiden müssen“, betonte er. Russland sei „eines der ersten Opfer des internationalen Terrorismus“ gewesen.

Putin rechtfertigte das harte Vorgehen des Kremls gegen Islamisten im Nordkaukasus, die dort für ein von Moskau unabhängiges „Emirat“ kämpfen. „Wir haben immer gesagt, dass Taten notwendig sind und keine Erklärungen.“ Es sei „empörend“, dass westliche Medien die Täter als Aufständische und fast nie als Terroristen bezeichneten, sagte Putin.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.