SPD-Spitzenmann zu Leuschner-Wechsel

Weil: "Rache war noch nie sympathisch"

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Hannover. Die langjährige SPD-Landtagsabgeordnete Sigrid Leuschner zeigt durch ihren Wechsel zur Linkspartei nach Ansicht von Stephan Weil mangelndes Demokratieverständnis.

Der niedersächsische SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl am 20. Januar unterstellte ihr Rachemotive: "Rache war noch nie sympathisch", meinte er am Dienstag in Hannover. Leuschner (61) hatte überraschend wenige Tage vor der Wahl ihren Wechsel zu den Linken angekündigt. Sie hatte ihren Wahlkreis in Hannover im vergangenen März in einer Kampfabstimmung an Doris Schröder-Köpf verloren, die Ehefrau von Altkanzler Gerhard Schröder.

Diese Wahl sei nach allen Regeln der innerparteilichen Demokratie verlaufen. "Wer das nicht akzeptiert, der hat ganz am Ende ein Problem mit der Demokratie", meinte Weil. Auch wenn es bitter sei: Mandate gebe es immer nur auf Zeit. Im NDR hatte Leuschner ihre Abkehr von der SPD mit dieser Personalentscheidung begründet. Ein Grund für ihren Austritt seien die Umstände der Nominierung von Schröder-Köpf gewesen, sagte sie der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstag). Die Abstimmung hatte in der SPD damals zu lebhaften Diskussionen geführt. Leuschner war seit 44 Jahren in der SPD. (dpa)

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