Auf der A7 bei Hildesheim

Räuber wollen auf A7 Tabak-Transporter bei voller Fahrt plündern

Hildesheim. Waghalsige Räuber haben auf der Autobahn 7 bei Hildesheim versucht, einen fahrenden Lastwagen zu überfallen. In Niedersachsen ist diese Masche völlig neu - in Nordrhein-Westfalen gab es in der jüngsten Zeit schon eine Vielzahl solcher Überfälle.

Die Räuber in Hildesheim hatten allerdings keinen Erfolg, als sie in der Nacht zu Mittwoch versuchten, einen mit Zigaretten beladenen Transporter zu plündern. Der Lkw war alarmgesichert und mit Zusatzschlössern ausgerüstet, der Raubzug scheiterte, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei der Nachrichtenagentur dpa.

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Als die Täter die Hecktüren aufbrachen, habe es Alarm in der Unternehmenszentrale gegeben. Ein Mitarbeiter rief den Fahrer an und warnte ihn, dass die Türen offen stünden. Als der Fahrer daraufhin stoppte, stellte er fest, dass Unbekannte sie gewaltsam geöffnet hatten. Weil der Zugang zur Ladefläche durch weitere Vorrichtungen und Schlösser gesichert war, seien die Täter in diesem Fall aber ohne Beute geblieben, sagte der Polizeisprecher.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes in Hannover ist dies der erste Fall dieser Art in Niedersachsen. In Nordrhein-Westfalen schlugen Unbekannte in den vergangenen Monaten schon rund 50 Mal zu und machten Beute im Wert von einer Viertel Million Euro.

Artikel aktualisiert um 15.55 Uhr.

Die Ermittler halten es für möglich, dass es inzwischen mehrere Banden gibt, die mit der neuen Masche Geld machen wollen. Sie gehen davon aus, dass die Täter mit drei Fahrzeugen unterwegs sind: Ein Auto setzt sich vor den Laster und bremst ihn aus, ein zweites Fahrzeug fährt dicht hinter den Laster. Einer der Täter steigt dann bei voller Fahrt durch ein Schiebedach auf die Motorhaube, flext den Lastwagen auf, klettert auf die Ladefläche und wirft einem Komplizen im Auto Beute zu. Ein drittes Fahrzeug sichert die nur wenige Minuten dauernde Aktion ab. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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