Thüringens Ministerpräsident

Ramelow verzichtete bei Amtseid bewusst auf Gottesformel

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Bodo Ramelow findet, dass sein Verhältnis zu Gott Privatsache ist.

Berlin - Thüringens neuer Ministerpräsident Bodo Ramelow hat bei seinem Amtseid bewusst auf die Gottesformel verzichtet. "Das ist mein Respekt vor der Trennung von Kirche und Staat."

"Zwar soll mir Gott beistehen, aber das kann ich nicht schwören. Für mich ist das eine Bitte, ein Gebet an meinen Gott. In einem Eid für ein Staatsamt hat das für mich nichts zu suchen", sagte Ramelow der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Er habe auch aus Respekt vor seinen jüdischen und muslimischen Freunden auf den religiösen Eid verzichtet. Zwar sei dort nur von Gott die Rede, aber im christlichen Abendland schwinge doch der christliche Gott mit. Er habe sich das alles schon vor langem überlegt. "Es war keine parteitaktische Finesse", beteuerte Ramelow.

dpa

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