Ramsauer kämpft gegen Tod auf Deutschlands Straßen

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Mit Kreide sind am 07.02.2011 die Umrisse eines Unfallopfers auf der Autobahn 544 bei Aachen gekennzeichnet.

Essen - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will mit einem neuen Sicherheitsprogramm die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen bis 2020 um 40 Prozent senken. Wie der Minister das erreichen will:

Zu einem Bündel von über 40 Maßnahmen gehören bessere Fahrzeugtechnologie, die Entschärfung von Gefahrenstellen auf den Straßen und mehr Aufklärung der Verkehrsteilnehmer. Das geht aus dem "Verkehrssicherheitsprogramm 2011" hervor, das Ramsauer am Donnerstag in Berlin vorstellen will, berichten die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Donnerstagausgabe), denen das Programm vorliegt.

Die Zahl der Verkehrstoten habe zwar 2010 mit 3648 einen historischen Tiefstand seit Beginn der Unfallstatistik 1953 erreicht, doch sollten vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer noch besser geschützt und Unfälle auf Landstraßen weiter verringert werden. So zielt das Programm darauf, Unfallschwerpunkte auf Landstraßen zu entschärfen und dabei etwa vermehrt zusätzliche, dritte Fahrstreifen einzurichten, die das abschnittsweise gesicherte Überholen ermöglichen. Rüttelstreifen sollen das Abkommen von der Fahrbahn verhindern.

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

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Und: Wo überhöhtes Tempo zu vielen und schweren Unfällen geführt hat, soll verstärkt der Einsatz von fest installierten und für Autofahrer erkennbaren Radarfallen geprüft werden.

Auf stark genutzten Autobahnen will Ramsauer durch die zeitweise Freigabe von Standstreifen den Verkehrsfluss verbessern und so Stauunfälle verhindern. Der weitere Ausbau von Lkw-Rastanlagen soll helfen, das Risiko durch übermüdete Brummifahrer zu senken - 5500 zusätzliche Plätze sind allein für dieses und nächstes Jahr geplant.

Die Motorradhersteller ruft das Verkehrsministerium zu einer Selbstverpflichtung auf, in alle neuen Maschinen serienmäßig automatische Blockierverhinderer einzubauen - für Motorräder ab 125 ccm wird dafür aber auch eine europäische Regelung befürwortet. Die zuletzt diskutierte Helmpflicht für Radfahrer ist im Programm nicht vorgesehen. Stattdessen will das Verkehrsministerium dafür werben, freiwillig einen Helm aufzusetzen - bisher mache das nicht einmal jeder zehnte Radfahrer.

zr

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