Niedersachsen vor Ausstieg?

Hessen blitzt weiter - Marathon-Kontrollen in der Debatte

Wiesbaden. Aufwand enorm, dauerhafte Wirkung auf die Verkehrssicherheit dagegen zweifelhaft: Mit diesem Argument hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) begründet, warum er über den Ausstieg aus 24-Stunden-Blitzmarathons nachdenkt. Erkenntnisse zum nachhaltigen Nutzen bundesweiter Tempokontrollen seien eher dürftig, so Pistorius.

Und Hessen? Das Land werde sich „auch in Zukunft am Blitzmarathon beteiligen“, hieß es aus dem Wiesbadener Innenmnisterium auf Nachfrage: „Der Blitzmarathon ist ein wichtiges Instrument zur Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger auf die Gefahren des zu schnellen Fahrens.“

Am 16. April seien hessenweit fast 280.000 Fahrzeuge kontrolliert worden. Trotz großer Werbung im Vorfeld „fuhren immer noch rund 10.500 Verkehrsteilnehmer zu schnell“. 133 müssten mit Fahrverbot rechnen.

NRW, das schon seit 2012 Blitzmarathons veranstaltet, erwartet noch im Sommer Ergebnisse einer Studie, die belegen, wie nachhaltig die Aktionen sind, ob und - falls ja - wie lang ein Lerneffekt bei geblitzten Rasern vorhält.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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