Kommentar zu Krawallen zwischen Kurden und Salafisten: Rechtsstaat muss sich durchsetzen

Tibor Pézsa

Der Konflikt zwischen Kurden und Islamisten in Syrien lässt auch in Deutschland die Emotionen hochkochen. Bei Zusammenstößen der Lager in Celle und in Hamburg kann die Polizei die Gewalt nur mit Schlagstöcken und Wasserwerfern beenden. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

Ist es in Celle oder in Hamburg wirklich von Interesse zu wissen, ob es „gute“ oder „böse“ Salafisten waren, die dort mit Hieb- und Stichwaffen auf „gute“ oder „böse“ Kurden losgegangenen sind? Gewiss macht es einen Unterschied, wer wen angreift und wer sich gegen wen verteidigen muss. Wenn das aber zu bürgerkriegsähnlichen Szenen, raumgreifenden Straßensperrungen und Angriffen auf Polizisten führt, dann ist eine Grenze überschritten, die unser Rechtsstaat garantieren muss.

Ausländer, die ihr Gastrecht in Deutschland missbrauchen, indem sie hier ihre Konflikte mit schweren Rechtsbrüchen fortsetzen, gehören ausgewiesen. Islamisten, die ihre Gewaltfantasien über das deutsche Grundgesetz stellen, haben hierzulande nichts zu suchen. Das könnte übrigens in den Talkshows schon mal anfangen.

Bei allem Verständnis und Mitleid gegenüber dem Schicksal der Menschen in Syrien und im Irak: Hier ist nicht Al Rakka oder Kobane. Dass dies in jeder Beziehung so bleibt, schulden wir nicht zuletzt den Flüchtlingen von dort, die wirklich unsere Hilfe brauchen.

Unseren Autor erreichen Sie per Mail: tpa@hna.de

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