Einigung auf Vergleich

Rechtsstreit zwischen hr und Ex-Moderator Emig beendet

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Jürgen Emig

Frankfurt. Der Rechtsstreit zwischen dem ehemaligen Sportmoderator Jürgen Emig (67) und dem Hessischen Rundfunk (hr) hat nach Jahren ein Ende.

Das Landesarbeitsgericht Frankfurt bestätigte am Montag, dass sich Emig und der Sender im Streit um Schadenersatz-Zahlungen an den Sender auf einen Vergleich geeinigt haben.

Weil Emig Schmiergelder und Zahlungen für Schleichwerbung kassiert hatte, muss er 1,1 Millionen Euro an den Sender zahlen. Das erklärte der hr und bestätigte damit Medienberichte. Das Geld wird allerdings verrechnet - zu diesem Zweck verzichtet der heute 67-Jährige vollständig auf alle Ansprüche aus seiner Betriebsrente. Ursprünglich hatte der Sender 1,78 Millionen Euro von dem Ex-Moderator gefordert.

"Wir waren uns beide einig, dass die jahrelange gerichtliche Auseinandersetzung irgendwann ihr Ende finden sollte", sagte Emigs Anwalt Reinhard Schütte. Wenn sich die Vermögensverhältnisse des ehemaligen hr-Sportchefs jedoch grundsätzlich ändern sollten, müsse Emig das angeben. Dann könne der Sender auch Forderungen über den Verzicht auf die Betriebsrente hinaus geltend machen.

Der hr hatte die Zahlungsklage Anfang 2010 eingereicht und mit Einnahmeausfällen begründet. Emig war bereits im Oktober 2008 vom Landgericht Frankfurt wegen Untreue und Bestechlichkeit zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. (dpa)

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