Regierung winken Rekordsteuereinnahmen

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Jede Menge Geld für die Rgeierung: Dem deutschen Staat winken in diesem Jahr Rekordsteuereinnahmen.

Berlin - Der Trend steigender Steuereinnahmen dauert an. In den ersten neun Monaten 2012 verbucht der Fiskus ein höheres Plus als erwartet. Die Steuerschätzer dürften ihre Prognose erneut nach oben korrigieren.

Dem deutschen Staat winken in diesem Jahr Rekordsteuereinnahmen. Im September verbuchten Bund und Länder ein Einnahmeplus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Nach den seit Monaten andauernden kräftigen Zuwächsen zeichnet sich für das Gesamtjahr ein höherer Einnahmerekord ab als bisher erwartet.

Der Fiskus profitiert dabei von den Lohnerhöhungen bei anhaltend guter Beschäftigungslage sowie von der guten Konjunktur und höheren Firmengewinnen. Zu Buche schlägt auch ein stärkerer Privatkonsum. Allerdings warnt das Finanzministerium vor einer deutlichen Konjunkturabkühlung zum Ende dieses Jahres in Folge der Euro-Krise.

Zwischen Januar und September stieg das Aufkommen ohne reine Gemeindesteuern um 5,6 Prozent - auf nunmehr 403,4 Milliarden Euro. Übers ganze Jahr betrachtet hatten die Steuerschätzer zuletzt einen Zuwachs von 4,0 Prozent erwartet. Das Neun-Monats-Plus liegt also höher. Die nächste Prognose erfolgt Ende Oktober.

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Experten gehen inzwischen davon aus, dass Bund, Länder und Gemeinden in diesem Jahr erstmals knapp mehr als 600 Milliarden Euro kassieren könnten. Der Arbeitskreis „Steuerschätzung“ dürfte seine Vorhersage erneut nach oben korrigieren. Die Steuerexperten von Bund, Ländern, Gemeinden, Bundesbank, Forschungsinstituten sowie Statistik-Amt tagen vom 29. bis 31. Oktober in Frankfurt am Main.

Nach Einschätzung des Finanzministeriums wird die deutsche Wirtschaft in den letzten drei Monaten des Jahres erheblich an Fahrt verlieren. Im dritten Quartal bis Ende September dürfte die Wirtschaftsleistung zwar erneut zugenommen haben. „Im Schlussquartal 2012 dürfte es in Deutschland jedoch zu einer deutlichen konjunkturellen Abschwächung kommen“, heißt es im Monatsbericht.

Das Ministerium verwies auf die erst kürzlich vorgelegte Herbstprognose der Regierung, wonach von einer nur „moderaten gesamtwirtschaftlichen Aktivität“ im bevorstehenden Winterhalbjahr ausgegangen wird. Im Verlauf des kommenden Jahres dürfte die deutsche Wirtschaft aber allmählich wieder an Schwung gewinnen. Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung inzwischen ein Wachstum von 0,8 Prozent und für 2013 von 1,0 Prozent.

dpa

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