Medienbericht

Renten steigen 2016 stark wie lange nicht

Berlin - Gute Nachrichten für die Rentner: Sie werden im kommenden Jahr voraussichtlich die kräftigste Rentenerhöhung seit 20 Jahren erhalten. Im Osten steigt sie mehr als im Westen.

Auf die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland kommt möglicherweise die kräftigste Rentenerhöhung seit langem zu: Das Plus könne nach Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung und des Bundessozialministeriums bei vier bis fünf Prozent liegen, berichtet die "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagsausgabe). Das wäre rund doppelt so viel wie im laufenden Jahr. Grund seien die gute Wirtschaftslage und ein statistischer Sondereffekt.

Offiziell beschlossen wird die zum 1. Juli 2016 anstehende Rentenerhöhung erst im kommenden Frühjahr. Bereits Ende Oktober aber legen Rentenkassen und Regierung eine Hochrechnung auf Grundlage aktueller Zahlen vor.

Nach den internen Juli-Zahlen des Renten-Schätzerkreises würden die Altersbezüge im kommenden Jahr um 4,35 Prozent im Westen und um 5,03 Prozent im Osten angehoben, berichtet die Zeitung. Derart kräftige Anhebungen hatte es zuletzt 1993 gegeben.

Ausschlaggebend für die ungewöhnlich positive Entwicklung im kommenden Jahr ist dem Bericht zufolge vor allem die Lage am deutschen Arbeitsmarkt: Grundsätzlich folgen die Renten der Entwicklung der Löhne. In der komplizierten Rentenformel gibt es jedoch zudem einige Faktoren, die in der Vergangenheit den Anstieg oft schmälerten. Dieses Mal greife keiner dieser Dämpfungsfaktoren.

Hinzu komme ein Sondereffekt, heißt es in dem Bericht weiter: Durch eine Umstellung in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung sei die Rentenanpassung in diesem Jahr zu schwach ausgefallen. Dieser Statistikknick werde im nächsten Jahr ausgeglichen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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