Rentsch: verdi-Boykottaufrufe haben es schwer gemacht für Schlecker

Wiesbaden. Hessens neuer Wirtschaftminister Florian Rentsch (FDP) hat der Gewerkschaft ver.di eine Mitschuld an der Lage der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker gegeben.

Rentsch sagte im Gespräch mit der HNA, es mache ihn "betroffen und wütend, wenn ver.di jetzt den Hilfspolizisten spielt und erklärt, wie man mit der Situation umzugehen hat." Es sei diese Gewerkschaft gewesen, die mit Boykottaufrufen zu der schwierigen Situation von Schlecker beigetragen habe, so Rentsch. Deshalb sei es eine sehr unehrliche Diskussion.

Rentsch zeigte sich aber optimistisch, dass die Beschäftigten neue Arbeitsplätze finden werden: "Wir haben in Hessen eine wirklich gute Arbeitsmarktlage, und zwar nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, sondern auch in Nord- und Mittelhessen." Zuständig für die Beschäftigten sei nun die Bundesanstalt für Arbeit, dafür hätten die Mitarbeiter ihre Beiträge gezahlt. "Und die BA macht da einen wirklich guten Job hier in Hessen. Das ist die Rollenverteilung in der sozialen Marktwirtschaft." Im Übrigen, so Rentsch, gebe es bereits die ersten Signale von Konkurrenten, Mitarbeiter insbesondere in den ländlichen Gebieten zu übernehmen. "Dass die Insolvenz im konkreten Fall natürlich eine schlimme Situation für die Betroffenen ist, ist unbestritten. Staatliche Hilfen ersetzen aber keine wirtschaftlichen Konzepte eines Unternehmens."

Das vollständige Interview erscheint in der gedruckten Ausgabe der HNA am Montag.

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