Reporter ohne Grenzen

2014 deutlich mehr Journalisten entführt

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Die Organisation Reporter ohne Grenzen setzt sich für die Presse- und Informationsfreiheit ein.

Berlin - 66 Journalisten wurden nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen im Jahr 2014 bei ihrer Arbeit getötet. Außerdem sei die Gefahr, während ihrer Arbeit entführt zu werden, deutlich gestiegen.

Im zu Ende gehenden Jahr hat die Organisation weltweit 119 Entführungen von Journalisten gezählt - 37 Prozent mehr als 2013. Bereis im Vorjahr war die Zahl deutlich gestiegen. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten „Jahresbilanz der Pressefreiheit“ hervor.

Mehr als verdoppelt hat sich demnach die Gesamtzahl der Journalisten (139) und Bürgerjournalisten (20), die vor Drohungen, Gewalt oder staatlichen Repressalien ins Ausland fliehen mussten. Den Angaben zufolge wurden 66 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet sowie 19 Bürgerjournalisten und elf Medienmitarbeiter. Zu den gefährlichsten Ländern für Journalisten gehörten Syrien, die Palästinensergebiete und die Ukraine.

„Die hohen Zahlen von Entführungen und Journalisten auf der Flucht zeigen, dass die Gefahren für Medienschaffende weltweit keineswegs geringer geworden sind“, sagte Vorstandssprecherin Astrid Frohloff. „In einigen Regionen erleben wir eine neue Qualität der Gewalt im Umgang mit Journalisten, die erschreckt.“ Journalisten dürften nicht zur Verfügungsmasse für die Propaganda von Terrorgruppen, Kriminellen oder autoritären Staaten werden.

dpa

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