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Payback-Aus bei Rewe: Was sich jetzt für Kunden ändert

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Von: Bona Hyun

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Das Rewe-Logo auf einem Einkaufswagen-Griff und Payback-Karten.
Supermarktriese Rewe plant wohl bis 2024 den Ausstieg aus dem Payback-Programm. Wer wäre betroffen? Und was ändert sich? © Britta Pedersen /Oliver Berg/dpa

Supermarktriese Rewe plant wohl bis 2024 den Ausstieg aus dem Payback-Programm. Ein neues Punkte-System soll kommen. Was ändert sich für Kunden?

Köln – Keine Punkte mehr bei Rewe und Penny: Der Supermarktriese Rewe und der Bonuskartenanbieter Payback werden 2024 getrennte Wege gehen. Das bestätigte das Unternehmen jüngst in einer Pressemitteilung und gegenüber der „Lebensmittel Zeitung“. Rewe und Penny wollen offenbar ein eigenes Punktesystem umsetzen und nehmen dafür Lidl als Vorbild. Hintergrund für die Payback-Trennung sind offenbar die hohen Kosten und der Wunsch der Rewe-Group Kundendaten gezielter auswerten zu können, berichtet kreiszeitung.de. Was auf die Kunden zukommt.

Tschüs Payback: Supermarktriese Rewe und Penny ziehen eigenes Punktesystem auf

Rewe und Payback steckten bis zuletzt in Gesprächen, um den geltenden Vertrag zu erneuern, der bis 2023 ausläuft. Payback wollte die Partnerschaft bis Ende 2028 erneuern, die Rewe Group verlängerte den Vertrag nur bis 2025 für die Filialen von Rewe, Penny, Toom oder DER Touristik. „Payback und Rewe befinden sich aktuell in der abschließenden Phase der Vertragsverhandlungen“, hatten beide Pressestellen auf Anfrage verkündet.

Nun heißt es von der Rewe-Pressestelle von Rewe: „Nach Auslaufen des Vertrages würde die Rewe Group andere und/oder eigene Wege gehen.“ Mit dem neuen Punkte-System will Rewe Kundendaten gezielter auswerten. In den vergangenen Monaten tauchten immer wieder entsprechende Stellenausschreibungen auf, die den Ansatz belegten und auf eine Trennung hindeuteten. Bislang sei der Zugriff von Payback nur auf die Stammdaten der Rewe-Kunden beschränkt. Zusätzliche Leistungen würden extra kosten. Knapp 150 Millionen Euro soll Rewe die Zusammenarbeit mit Payback pro Jahr kosten, berichtet der focus.

Durch Payback-Aus bei Rewe wären mehrere Kunden betroffen – Aldi als neuer Partner?

Durch den Payback-Ausstieg der Rewe-Gruppe sind Kunden der Märkte Rewe, Penny und Toom betroffen. Die Kunden können die Karten nicht mehr in den Filialen nutzen. Gleiches gilt für Reisebuchungen bei DER Touristik. Während Rewe, wo sich Kunden auch mal beim Einkaufen amüsieren, ein eigenes Punktesystem aufbauen will, sucht Payback bereits nach Ersatz. Denn Payback würde einen der wichtigsten Partner im deutschen Einzelhandel verlieren. Als potenzieller neuer Partner könnte Aldi infrage kommen. Derzeit verfügt der Discounter-Riese über kein Kundenbindungsprogramm, obgleich Aldi viel Wert auf Kundenbindung legt.

Payback-Aus bei Rewe und Penny: Was bringen Bonuskarten und Punkte beim Einkaufen?

In Deutschland gibt es mehrere Möglichkeiten, um Punkte beim Einkaufen zu sammeln. Zu den wichtigsten Anbietern zählt neben Payback auch die Deutschland Card (gültig bei Edeka, Marktkauf und Netto Marken-Discount). Händler wie Lidl, Hit, Tegut, Rossmann, Kaufland, Budni oder Müller Drogerie haben schon eigene Systeme etabliert.

Und was bringen diese Punkte? Kunden können günstiger einkaufen. Denn wer die Kunden- oder Punktekarte bei jedem Einkauf vorzeigt, bekommt in vielen Fällen Gutscheine, die man direkt einlösen kann. Durch die Bonuskarten kennen Händler allerdings das genaue Alter ihrer Kundinnen und Kunden, wie viel Geld sie pro Einkauf ausgeben und welche Produkte regelmäßig und zu welchen Wochentagen eingekauft werden. Auch immer mehr Coupon-Anbieter steigen in das Datengeschäft ein. Zuletzt erwog auch die Sparkasse eine Funktion für die Teilnahme an ein Treueprogramm.

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