Rhön AG: Land und Unis sauer

Wiesbaden. In ungewohnt harschem Ton hat Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) den von der Rhön AG geplanten Personalabbau im Universitätsklinikum Gießen/Marburg kritisiert.

Eine solche Maßnahme erfordere dringend die Einberufung der Gesellschafterversammlung, so Kühne-Hörmann. Das Land, das die Kliniken 2005 privatisiert hatte, hält fünf Prozent Gesellschafteranteile.

Sorge um die Forschung

Auch die Universitätspräsidenten Prof. Katharina Krause (Marburg) und Prof. Joybrato Mukherjee (Gießen) kritisieren die Informationspolitik und fürchten um die Forschung: „Ein Universitätsklinikum kann nicht wie jedes andere Krankenhaus im Rhön-Konzern im Hinblick auf Gewinnmaximierungsmöglichkeiten und die Erfüllung von monetären Aktionärsinteressen betrachtet werden“, so die Präsidenten.

Kühne-Hörmann verwies außerdem darauf, dass sie auch auf den Betrieb der vertraglich vereinbarten Partikeltherapie-Anlage zur Tumorbehandlung bestehe. Ansonsten werde sie den dafür vereinbarten Preis von 107 Millionen Euro von der Rhön AG einfordern. (wet)

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