Biosphärenreservat will Familien als Gäste locken

Konkurrenz für Tourismusorte in Nordhessen: Die Rhön rüstet auf

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Sehr beliebt: Wandern in der Rhön. Das einstige Land der Buchen (daher der Name Buchonia) ist heute noch zu 30 Prozent bewaldet. Der Name Rhön stammt wahrscheinlich vom keltischen reino und bedeutet hügelig.

Gersfeld. Die nordhessischen Tourismusgebiete um den Edersee, im Upland und im Werratal bekommen Konkurrenz im eigenen Land: Die osthessische Rhön will stärker mit ihren geologischen Schätzen werben und Hessens höchsten Berg, die Wasserkuppe (950 Meter) stärker als bislang vermarkten.

Auf diese Weise sollen Touristen stärker in das Mittelgebirge gelotst werden, sagte der Leiter der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservat (BR) Rhön, Torsten Raab. Das Biosphärenreservats habe das Projekt „Rhöner Geologie erleben“ initiiert und ein Konzept erstellt. Mit Geologie ist die Wissenschaft von Aufbau, Entstehung und Entwicklung der Erde gemeint.

In der Rhön sollen rund 40 geologische Sehenswürdigkeiten in Hessen und Bayern erlebbar gemacht werden. Bei dem Projekt sollen erdgeschichtliche Vorgänge der vergangenen 250 Millionen Jahre abgebildet werden. Geplant sei, Orte von geologischer Bedeutung auszuschildern und mit Hinweistafeln und Erklärungen zu versehen, sagte Raab. In einem Geo-Führer sollen alle Sehenswürdigkeiten in einem Heft vorgestellt werden. Auch über eine Applikation (App) für Mobiltelefone werde nachgedacht. Die Rhön sei aus geologischer Sicht sehr interessant, sagte Raab. Basalt, Muschelkalk und Buntsandstein seien prägende Gesteine.

Das Vulkangebirge Rhön erstreckt sich mit einer Fläche von rund 185 000 Hektar auf die drei Bundesländer Hessen, Thüringen und Bayern. Vor allem bei Wanderern ist das Biosphärenreservat beliebt.

Die Weltkulturorganisation Unesco erkannte das Mittelgebirge 1991 als Biosphärenreservat an. Die Rhön ist das einzige Landschaftsschutzgebiet dieser Art in Hessen. Dort gibt es seltene Pflanzen und Tiere wie Birkhuhn, Auerhahn, Schwarzstorch und Rotmilan, aber auch Wildkatzen.

Die Wasserkuppe liegt 20 Kilometer östlich von Fulda und wird jährlich von bis zu 800 000 Menschen besucht. Beliebt ist die Gegend auch bei Wintersportlern. Im Sommer stehen verstärkt Gleitschirm-, Drachen- und Segelfliegen auf dem Programm. Auf der Wasserkuppe steht das weltgrößte Segelflugmuseum, der Berg gilt als „Wiege des Segelfliegens“. (dpa)

Von Jörn Perske

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