Bau des Gefängnisses in Bremervörde schreitet voran - Ab 2013 Einzelzelle für jeden

Richtfest für teilprivaten Knast

Der Rohbau steht: Ein Bauarbeiter befestigte gestern den Richtkranz für die JVA Bremervörde am Kran. Im Hintergrund das Gebäude, rechts die Gefängnismauer. Foto:  dpa

BREMERVÖRDE. Der Bau des ersten teilprivatisierten Gefängnisses in Niedersachsen kommt voran. Gestern wurde auf der Baustelle in Bremervörde im Kreis Rotenburg Richtfest gefeiert. Nach der Fertigstellung Anfang 2013 sollen dort 300 Häftlinge untergebracht werden.

„Niedersachsen setzt im Justizvollzug auf hohe Qualität und auf Sicherheit“, sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU). Das Gemeinschaftsprojekt zwischen der öffentlichen Hand und dem privaten Unternehmen BAM AG (Stuttgart) stößt aber auch auf Ablehnung. Kritiker befürchten höhere Kosten und eine Verschlechterung der Gefangenen-Betreuung. Nach früheren Angaben kostet der Neubau rund 66 Millionen Euro.

Laut McAllister trägt das neue Gefängnis dazu bei, dass Häftlinge in kürzerer Distanz zu ihrem Heimatort untergebracht werden können. Außerdem soll nach der Fertigstellung des Gefängnisses für jeden Häftling in Niedersachsen eine Einzelzelle bereitstehen. Ende Januar saßen laut Justizministerium in den zwölf Gefängnissen 5539 Gefangene ein, die sogenannte Belegungsfähigkeit lag bei 6669 Plätzen.

Die Bediensteten der neuen Haftanstalt kommen aus Gefängnissen in Stade und Cuxhaven, die geschlossen werden. Darüber hinaus würden seit mehr als einem Jahr neu eingestellte Mitarbeiter ausgebildet, sagte Justizminister Bernd Busemann (CDU). Auch die Mitarbeiter des privaten Partners sollen theoretisch und durch Hospitationen in anderen Anstalten für die Arbeit im Gefängnis geschult werden. (lni)

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