230 Firmen betroffen

Risiko gegen null: Kommentar zum Düsseldorfer Pflegebetrug-Urteil

Senioren sind ein wachsender Markt - als Konsumenten, für Pflegedienste, für Ganoven. Das Düsseldorfer Urteil gegen Pflegebetrüger kann nur ein erster Aufschlag sein, kommentiert Nachrichtenredakteur Wolfgang Riek.

BKA und Landeskriminalämter sehen hinter 230 Pflegediensten, in denen Russisch die Umgangssprache von Kunden und Betreuern ist, Drahtzieher, gegen die schon in früheren Verfahren wegen Abrechnungsbetrug ermittelt wurde. 230 Firmen von gut 950 bundesweit - unter der Düsseldorfer Spitze dürfte sehr viel Eisberg im Verborgenen stecken.

Es geht um Organisierte Kriminalität, um Profis, die nicht nur mit sprachlichen Hürden ihr Treiben wie in einer Blackbox abschotten. Sie bräuchte aufseiten der Strafverfolger ebenfalls mit allen Wassern gewaschene Spezialisten. Genügend davon, und solche, die mit Kontrolleuren und Ermittlern der Kassen in dieselbe Richtung arbeiten.

Da hakt es, sagen Insider. Und das muss beunruhigen. Der Markt wächst nicht nur aus Demogaphiegründen, sondern weil bei zunehmender Pflege von Demenzkranken das Entdeckungsrisiko weiter gegen null geht.

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