Zurück in Myanmar

Rohingya werden nach Rückkehr zunächst in Notcamps leben

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Die Rohingya werden in Myanmar als illegale Einwanderer gesehen, obwohl die Familien von vielen schon seit dem 19. Jahrhundert dort leben. Foto: Wong Maye-E

Seit August 2017 waren nach einem Militäreinsatz in der Küstenregion Rakhine etwa 620.000 Angehörige der muslimischen Minderheit über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Dem Militär wird vorgeworfen, an Vergewaltigungen, Tötungen und Brandstiftung gegen die Rohingya beteiligt gewesen zu sein.

Dhaka (dpa) - Die seit August nach Bangladesch geflohenen Rohingya sollen nach ihrer Rückführung nach Myanmar zunächst in Notunterkünften nahe ihrer früheren Dörfer untergebracht werden.

Das kündigte der Außenminister von Bangladesch, A.H. Mahmood Ali, auf einer Pressekonferenz an, wie die bengalische Zeitung "The Daily Star" berichtet. Sein Land habe Myanmar vorgeschlagen, Indien und China um Hilfe beim Bau der Lager zu bitten, sagte Ali demnach. Für die am Donnerstag von beiden Staaten vereinbarte Rückführung könne es aber keinen festen Zeitplan geben.

Beide Länder wollen sich Alis Worten zufolge bei der Rückführung vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR unterstützen lassen. Menschenrechtsgruppen verurteilten am Freitag das Abkommen der beiden Länder über die Rückführung. "Die Idee, dass Burma (Myanmar) nun (die Rohingya) in ihren qualmenden Dörfern mit offenen Armen willkommen heißen wird, ist lächerlich", sagte Bill Frelick, Leiter des Flüchtlingsprogramms der Menschenrechtsorganisation.

Auch das UNHCR kritisierte das Vorhaben. Der Bundesstaat Rakhine, aus dem die geflohenen Rohingya stammen, sei derzeit nicht sicher genug für eine Rückkehr, teilte die Organisation am Freitag - vor Alis Ankündigung - mit. Die Rohingya werden in Myanmar als illegale Einwanderer gesehen, obwohl die Familien von vielen schon seit dem 19. Jahrhundert dort leben.

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