Angesichts iranischer Aufrüstung

Romney: Israel hat Recht auf Selbstverteidigung

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Mitt Romney sichert Benjamin Netanjahu Unterstützung zu.

Jerusalem - US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat angesichts einer drohenden iranischen Aufrüstung mit Atomwaffen Israels Recht auf Selbstverteidigung betont.

US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat bei einem Besuch in Jerusalem eine iranische Aufrüstung mit Atomwaffen als “inakzeptable Bedrohung“ für Israel und die ganze Welt bezeichnet. Der republikanische Herausforderer von Präsident Barack Obama versicherte dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres am Sonntag, man dürfe es Teheran nicht erlauben, eine Atombombe zu entwickeln.

“Ich nehme die israelische Sicht hinsichtlich des Irans und dessen Bemühungen um eine nukleare Aufrüstung sehr ernst“, sagte Romney auch bei einem Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Netanjahu sagte zu der Einschätzung Romneys, “die größte Gefahr für die Welt“ sei ein atomar aufgerüstetes Ajatollah-Regime: “Mitt, da kann ich nur voll und ganz zustimmen!“

Romney werde Israel unterstützen, sollte es gegen den Iran vorgehen, hatte dessen Sicherheitsberater Dan Senor nach Angaben des israelischen Rundfunks kurz vor den Gesprächen in Israel gesagt. “Wenn Israel allein aktiv werden muss, um den Iran daran zu hindern, diese Fähigkeit zu entwickeln, würde der Gouverneur diese Entscheidung respektieren“, sagte er den Angaben zufolge.

Auch US-Präsident Barack Obama hat betont, eine iranische Atombombe sei nicht hinnehmbar und alle Optionen müssten auf dem Tisch bleiben. Am Dienstag wird US-Verteidigungsminister Leon Panetta zu einem Besuch in Jerusalem erwartet.

Die israelische Zeitung “Haaretz“ berichtete am Sonntag von einer sehr engen Zusammenarbeit Israels mit der gegenwärtigen US-Regierung. Obamas Sicherheitsberater Tom Donilon habe Netanjahu vor zwei Wochen US-Pläne für einen möglichen Angriff im Iran unterbreitet. Donilon habe erklärt, die USA bereiteten sich ernsthaft auf ein mögliches Scheitern der Verhandlungen mit Teheran und eine dann notwendige Militäraktion vor, berichtete das Blatt auf einen namentlich nicht genannten ranghohen US-Regierungsvertreter.

Mit Blick auf den blockierten Nahost-Friedensprozess äußerte Romney die Hoffnung auf eine künftige Zweistaatenlösung. Am Abend kam er in Jerusalem mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad zusammen. In Ramallah wurde aber mit Enttäuschung registriert, dass Romney nicht zu einem Treffen mit Präsidenten Mahmud Abbas kam.

Mit seiner einwöchigen Auslandsreise will sich der republikanische Herausforderer Barack Obamas international profilieren. Sein Besuch in Israel wird als Versuch gesehen, vor der Präsidentenwahl im November pro-israelische Wähler in den USA auf seine Seite zu ziehen.

Zum Auftakt seiner Europa-Reise hatte Romney in London an den britischen Fähigkeiten zur Ausrichtung der Olympischen Spiele gezweifelt und damit für einen Eklat gesorgt. Zum Abschluss seiner Auslandsreise besucht Romney zu Wochenbeginn Polen.

dpa

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