Roth: Papst soll Realität kennenlernen

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Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, unterstützt die Bundestagsabgeordneten, die den Redeauftritt des Papstes im Parlament boykottieren wollen.

Berlin - Grünen-Chefin Claudia Roth unterstützt die Bundestagsabgeordneten, die den Redeauftritt des Papstes im Parlament boykottieren wollen. Gleichzeitig begrüßt sie aber den Besuch des Heiligen Vaters aus einem ganz bestimmten Grund.

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“Das Recht auf freie Meinungsäußerung darf nicht eingeschränkt werden, wenn ein Staatsoberhaupt nach Deutschland kommt, auch nicht, wenn es der Papst ist“, sagte Roth der “Berliner Morgenpost“ (Donnerstagausgabe). Roth ergänzte mit Blick auf kritische Themen - wie die Rolle der Frau und die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensformen - es werde dem Papst “mal ganz gut tun, nach Berlin zu kommen und zu spüren, was Realität ist im Jahr 2011“. Sie selbst werde sich die Rede von Papst Benedikt XVI. im Bundestag aber anhören.

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Der deutsche Kurienkardinal Walter Brandmüller sagte der “Bild“- Zeitung (Donnerstagausgabe): “Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages müssen sich der Wirkung dieser Art von Protest im Ausland bewusst sein: Sie verstärken dadurch das Bild vom “hässlichen Deutschen“ das leider immer noch existiert.“

Zuvor hatten bereits mehrere deutsche Bischöfe den von etwa 100 Oppositionsabgeordneten geplanten Boykott der Papst-Rede am 22. September im Bundestag als ungehörig und blamabel kritisiert.

dpa

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