Beinahe-Unfall in der Luft

Provokation? Russischer Jet fliegt nur 1,50 Meter an US-Militärflugzeug vorbei

Ein russischer Kampfjet hat sich einem US-Militärflugzeug über dem schwarzen Meer aus Sicht der USA „gefährlich“ genähert. Eine absichtliche Provokation? Russland verteidigt sich.

Washington - Ein russischer Kampfjet (Su-27) hat sich über dem Schwarzen Meer einem US-Militärflugzeug bis auf eineinhalb Meter genähert. Das berichtete der Sender CNN am Montag unter Berufung auf das Pentagon. Demnach befand sich die Maschine der US-Marine auf einem Aufklärungsflug und musste seine Mission vorzeitig abbrechen. 

Wie cnn.com berichtet, warf eine Sprecherin des US-Außenministeriums Russland vor, sie würden „bestehende Vereinbarungen und internationales Recht schamlos missachten“. In dem Statement forderte sie die Verantwortlichen auf, solche unsicheren Aktionen zu unterlassen - so erhöhe sich das Risiko einer Fehlkalkulation und einer Kollision.

Laut einem Militär-Analysten des Nachrichtenportals sei der Vorfall „unentschuldbar, provokativ und unter Umständen fatal“ gewesen. Es sei der Wunsch gewesen, das amerikanische Militär herauszufordern.

So verteidigt sich Moskau

Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge sei der Kampfjet in „strenger Übereinstimmung mit internationalen Regeln“ geflogen: Es sei ein unidentifiziertes Flugobjekt entdeckt worden, das über dem neutralen Schwarzen Meer auf dem Weg in den russischen Luftraum gewesen sei. Deswegen sei der Jet geschickt worden, um das Flugobjekt aus sicherer Entfernung zu identifizieren. Danach habe der russische Jet das US-Militärflugzeug begleitet, um eine Verletzung des russischen Luftraums zu verhindern. Es habe keine besonderen Vorkommnissen gegeben und der russische Jet habe sich entfernt, als der amerikanische Jet von der Grenze zum russischen Luftraum weg geflogen sei.

Im Juni und November vergangenen Jahres war es dem US-Militär zufolge ebenfalls über dem Schwarzen Meer zu ähnlichen unprovozierten Vorfällen gekommen. Russland, USA und Nato operierten laut cnn.com über dem Schwarzen Meer nahe aneinander, besonders seit das amerikanische Militär seine Präsenz dort in den vergangenen Jahren erhöht habe. 

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dpa/lr/ Glomex

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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