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Ukraine-Krieg: Putin-Scherge verzweifelt an eigener Armee

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Von: Ares Abasi

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Bei der Militärparade in Moskau im Mai 2022: Verteidigungsminister Sergei Schoigu (l.), Präsident Wladimir Putin (M.) und Premierminister Dmitry Medwedew.
Bei der Militärparade in Moskau im Mai 2022: Verteidigungsminister Sergei Schoigu (l.), Präsident Wladimir Putin (M.) und Premierminister Dmitry Medwedew. © IMAGO/ITAR-TASS

Russischen Truppen wird im Ukraine-Krieg vorgeworfen, einen Kriegsgefangenen kastriert zu haben. Das sagt viel über die russische Kriegsführung unter Sergej Schoigu aus.

Moskau - In der vergangenen Woche ist die Welt erneut mit Beispielen für das brutale Verhalten russischer Soldaten im Ukraine-Krieg konfrontiert worden, das die ukrainische Bevölkerung seit dem 24. Februar erleben musste.

Zunächst wurde ein Video in Umlauf gebracht, das zu zeigen schien, wie russische Soldaten einen ukrainischen Kriegsgefangenen knebeln und anschließend kastrieren. Anschließend wurden Dutzende von ukrainischen Kriegsgefangenen in ihren Betten getötet, als die russische Armee eine thermobarische Waffe eingesetzt haben soll.

Ukraine-Krieg: Verteidigungsminister zeigt korrupte Kriegsführung ohne Moral

Der australische General, Mick Ryan, erklärte im Gespräch mit der australischen Nachrichtenwebsite ABC News, dass der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu und sein General Waleri Gerassimow eine Kriegsführung offenbaren würden, die „beruflich korrupt und moralisch bankrott ist“.

Die Versäumnisse auf dem Schlachtfeld und im Verhalten der Soldaten deuten auf ein systemisches Problem hin. Ryan zufolge liege die Verantwortung für diese Versäumnisse im Ukraine-Krieg, bei der Führung der russischen Streitkräfte und betrifft die gesamte Befehlskette: „Es liegt auch in der Verantwortung unserer politischen Führer, diese Notwendigkeiten zu verstehen. Sie müssen die Soldaten für ihr Verhalten zur Rechenschaft ziehen. Dazu müssen sie wissen, wie das richtige Verhalten in einer professionellen und ethischen militärischen Institution aussieht.“

Die Beweise zeigten, so Ryan, dass der Ukraine-Feldzug für die russische Armee auf allen Ebenen ein Misserfolg war. Alles, was die Reformen erreicht hätten, sei die Bereitstellung relativ neuer Ausrüstung für eine Institution, die in alten Denkweisen über die Kriegsführung feststeckt.

Ukraine-Krieg: Keine Effektive Kriegsführung

Sollten sich diese Vorfälle als vorsätzliche Handlungen der russischen Armee bestätigen, so deuten sie darauf hin, dass die von der russischen Armee in den letzten zehn Jahren durchgeführten Reformen nicht zu einer modernen, effektiven und ethischen Militäreinrichtung geführt haben, so Ryan.

Laut dem Experten wird eine Armee, die ein solches Verhalten ausdrücklich (oder stillschweigend) zulässt, niemals in der Lage sein, als effektive und kohärente moderne Streitkraft zu kämpfen, denn Kriege haben immer noch Regeln. Eine Armee, die mit einem „anything goes“-Ethos operiere, sei keine Armee, so Ryan. Sie sei nicht besser als eine bewaffnete Gruppe von Schlägern. (Ares Abasi)

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