Zusammenarbeit mit Nato

Russland: "Vokabular wie im Kalten Krieg"

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Die NATO um Generalsekretär Fogh Rasmussen hatte am Dienstag eine Auszeit der Kooperation mit Russland beschlossen. 

Moskau - Russland hat die Ankündigung der Nato bedauert, die Zusammenarbeit mit Moskau vorerst einzufrieren. Diese Entscheidung komme weder Russland noch den Nato-Mitgliedern zugute.

Das betonte das Außenministerium in Moskau am Mittwoch in einer Mitteilung. Profitieren würden in erster Linie Terroristen und das organisierte Verbrechen. Auch die Reaktion auf Naturkatastrophen werde fortan schwieriger, hieß es. Zudem kritisierte das Ministerium: „Die Sprache der Mitteilung erinnert an das Vokabular aus der Zeit des Kalten Krieges.“

Der einflussreiche Außenpolitiker Alexej Puschkow sagte, die Nato habe ihren Sinn mit dem Zusammenbruch des Kommunismus verloren und wolle nun mit Hilfe der Ukraine-Krise frisches Blut in ihre Adern pumpen. Es handele sich um einen Versuch, das Bündnis aus seinem Zustand als „halbe Leiche“ zu erwecken, sagte Puschkow der Agentur Interfax. Er ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma.

Vizeregierungschef Dmitri Rogosin wiederum spottete, bei der Ankündigung der Nato könne es sich nur um einen Aprilscherz handeln. „Die Nato hat entschieden, die Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation bis Juni auf Eis zu legen. Und mitgeteilt hat sie dies am 1. April“, schrieb Russlands ehemaliger Nato-Botschafter beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Die NATO hatte am Dienstag eine Auszeit der Kooperation mit Russland beschlossen.

dpa

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