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„Leben ist überbewertet“: Putins Stimme glorifiziert Krieg und Tod

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Von: Nail Akkoyun

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Der russische Propagandist Wladimir Solowjow während einer Medienveranstaltung in St. Petersburg. (Archivfoto)
Der russische Propagandist Wladimir Solowjow während einer Medienveranstaltung in St. Petersburg. (Archivfoto) © Pavel Bednyakov/Imago

Da Russland nur schleppend im Ukraine-Krieg vorankommt, wird eine erneute Teilmobilisierung erwartet. Der Tod sei laut Staatsfernsehen ohnehin unvermeidlich.

Moskau – In seiner Fernsehsendung hat der russische Propagandist Wladimir Solowjow die Bevölkerung dazu aufgerufen, keine Angst vor dem Tod zu haben. Das Leben werde ohnehin „völlig überbewertet“ und der Tod sei schließlich unvermeidlich, sagte Solowjow.

Was wie aus einem Film klingt, ist in Russland inzwischen bittere Realität. Bereits seit Monaten äußert sich „Putins Stimme“, wie Solowjow häufig genannt wird, im staatlichen Fernsehen immer radikaler. Dem Moderator zufolge bräuchten die Russinnen und Russen jedoch nichts befürchten, da sowieso alle „in den Himmel kommen“ – ein Ausschnitt aus der Sendung kursiert unter anderem auf Twitter. Geteilt wurde der Ausschnitt aus dem Staats-TV erstmals von Julia Davies, Reporterin des Nachrichtenportals Daily Beast und Expertin für russische Staatsmedien.

Mobilisierung für Ukraine-Krieg? Russlands Staats-TV schmeißt Propagandamaschine an

Die Ukraine vermutet, dass die russische Propagandamaschinerie die Bevölkerung auf eine neue Mobilisierungswelle vorbereiten will: Wie die Ukrainska Pravda berichtet, geht der Leiter des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes davon aus, dass Moskau den nächsten Einzugsschub bereits ab dem 5. Januar startet.

Russischen Angaben zufolge hatten sich während der vergangenen Teilmobilisierung im Herbst 2022 mindestens 300.000 Menschen der Armee „angeschlossen“ – circa 150.000 sollen im Ukraine-Krieg eingesetzt worden sein. Indes rief Kiew die russischen Soldaten mehrfach zu Aufgabe auf.

Das russische Narrativ, demzufolge man im Nachbarland den „Satan“ sowie „Neonazis und Drogensüchtige“ bekämpfe, wiederholte auch Wladimir Solowjow schon mehrfach. Die Gäste seiner Fernsehsendung unterstützten den Chef-Propagandisten von Waldimir Putin in seinen Behauptungen: Während russische Männer früher von Tag zu Tag gelebt hätten, hätten sie jetzt „ein höheres Ziel“ – und dafür lohne sich auch der Tod. (nak)

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