Russland schickt Kriegsschiffe in die Arktis

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Russland zeigt Flagge - und zwar am Nordpol, 4261 Meter unter dem Wasserspiegel. Schon 2007 erhob Moskau mit dieser Aktion Anspruch auf einen Teil der Arktis. Foto: NTV/Archiv

Seweromorsk (dpa) - Die russische Kriegsmarine zeigt erneut Präsenz in der Arktis. Ein Schiffsverband habe seinen Heimathafen Seweromorsk verlassen und sei in die Barentssee eingelaufen, sagte Sprecher Andrej Lusik von der Nordflotte.

Ein Ziel der Fahrt sei, die Nordflanke Russlands zu kontrollieren, wo durch die Klimaerwärmung das Eis schneller schmelze.

Moskau hatte vor kurzem seinen Anspruch auf einen Teil der Arktis mit einem Antrag bei den Vereinten Nationen untermauert. In der Region liegen wohl riesige Öl- und Gasreserven.

Russland behauptet, sein Festlandsockel am Meeresboden reiche so weit, dass Moskau den Nordpol beanspruchen dürfe. Die Aufteilung der Arktis, die wegen der schmelzenden Eismassen zunehmend leichter zugänglich wird, ist unzureichend geklärt. Auch die Anrainerstaaten Dänemark, Kanada, Norwegen und die USA melden Ansprüche an.

Lusik zufolge gehören das U-Boot-Abwehrschiff "Seweromorsk" sowie die Landungsschiffe "Georgi Pobedonosez" und "Kondopoga" dem Verband an. Zudem seien der Tanker "Sergej Ossipow", die Hebeschiffe "KIL 164" und "Alexander Puschkin" sowie der Bergungsschlepper "Pamir" in der Nordmeer-Passage unterwegs, sagte der Kapitän zur See. Einige Schiffe sollen bei den Neusibirischen Inseln vor Anker gehen, geplant seien auch militärische Übungen.

Nordflotte

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