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Russlands Waffenfabriken laufen „rund um die Uhr“ – Armee mit Nachschubproblemen

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Von: Stefan Krieger

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Während die Kämpfe in der Ukraine keine Anzeichen für ein Ende erkennen lassen, rüstet der Kreml weiter auf.

Moskau – Der Krieg in der Ukraine dauert weiter an. Russland stößt auf Widerstand, mit dem Moskau zu Beginn der Invasion nicht gerechnet hatte. Gleichzeitig sind die russischen Verluste im Ukraine-Krieg nach wie vor hoch. Auch an Nachschub für die Streitkräfte mangelt es.

Der Kreml hatte nach den ukrainischen Raketenschlägen im Donbass in der Nacht zu Neujahr den Tod von 63 Soldaten bestätigt. Die Raketen seien in eine vorübergehende Unterkunft im von Russland besetzten Ort Makijiwka (russisch: Makejewka) eingeschlagen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag (2. Januar) mit. Den Angehörigen werde alle Hilfe zuteil, hieß es in der Mitteilung.

Ukraine-Krieg - Archanhelske
Ein zerstörter russischer Panzer am Rande von Iwaniwka, einem von der ukrainischen Armee nach der russischen Besetzung befreiten Dorf in der Provinz Cherson. © Celestino Arce Lavin/dpa

Russland nennt sonst kaum Zahlen zu getöteten Soldaten in den eigenen Reihen. Es handelte sich um die bisher höchste von Moskau selbst genannte Zahl von Toten an einem Ort. Zuvor hatte das ukrainische Militär von 400 getöteten russischen Soldaten und 300 Verletzten gesprochen. 

Russlands Waffenfabriken streichen Mitarbeitern den Urlaub

Fabriken in Russland, die Militärausrüstung herstellen, arbeiten angesichts der Situation ununterbrochen und haben ihren Mitarbeitern den Neujahrsurlaub gestrichen. Dies sagte der Chef des staatlichen Militärkonglomerats Rostec, Sergej Tschemesow, am Montag nach Angaben des Internetportals moscowtimes.

„Die Fabriken von Rostec, die an der Erfüllung staatlicher Aufträge beteiligt sind, arbeiten fast rund um die Uhr, und ihre Mitarbeiter zeigen Selbstaufopferung und Verständnis für die erhöhte Arbeitsbelastung“, so Tschemesow gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASS.

Russland will vermehrt Panzer und Flugzeuge produzieren

Seit der Ukraine-Konflikt am 24. Februar 2022 zu einem Krieg eskalierte, haben die russischen Streitkräfte in der Ukraine große Verluste an Ausrüstung und hohe Munitionsausgaben zu verzeichnen. Gleichzeitig leidet die Armee unter Nachschubproblemen für militärisches Gerät. Russlands Präsident Wladimir Putin forderte die russische Rüstungsindustrie bereits im November dazu auf, die Produktion zu steigern und die Qualität der Ausrüstung zu verbessern.

Sergej Tschemesow, von dem man sagt, er sei ein enger Mitarbeiter Putins, betonte gegenüber TASS, dass die Fabriken jetzt auf eine 24/7-Produktion umgestellt haben und somit pausenlos produzieren. Unter anderem sollen vermehrt Flugzeuge und Panzer für den Einsatz in der Ukraine hergestellt werden. (Stefan Krieger)

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