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Alle Strategien gescheitert: US-Major fällt vernichtendes Urteil über russische Armee

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Von: Sebastian Richter

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Russland kann in der Ukraine keine nennenswerten Fortschritte erzielen. Der Krieg könnte bereits nächsten Sommer enden, analysiert ein ehemaliger US-Major.

Moskau – Der Ukraine-Krieg könnte im Sommer 2023 enden. Das zumindest prognostiziert John Spencer, ein pensionierter Major der US-Armee beim Radiosender Free Europe/Radio Liberty. Spencer teile nicht die Meinung vieler Experten, dass sich der Krieg noch über Jahre ziehen werde, berichtet das US-Magazin Newsweek. Die Ukraine sei auf dem Schlachtfeld stark, auch die Unterstützung durch die westlichen Verbündeten verbessere die Aussichten im Ukraine-Krieg.

Die erste Strategie des russischen Präsidenten Wladimir Putin, zu Beginn des Kriegs Kiew innerhalb weniger Tage zu überrennen, sei gescheitert, so Spencer. Der nächste Versuch Russlands, die ukrainischen Verbündeten zu vergraulen, sei ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Damit bezieht er sich wohl auf die vermehrten Drohungen Russlands, den Ukraine-Krieg bis zum Atomkrieg zu eskalieren. Jetzt befinde sich Russland in der dritten Phase, in der sie durch den Beschuss auf die ukrainische Energieinfrastruktur versuchen würden, die Bevölkerung „einzufrieren“. Auch diese Strategie sei „zwecklos“.

US-Major zum Ukraine-Krieg: „Die russische Armee ist in Schwierigkeiten“

„Ich denke, es ist klar, dass Putin nicht von seinen eigenen Absichten abrücken wird. Es ist ihm egal, wie viele russische Soldaten sterben werden“, zitiert Newsweek Spencer. „Aber die russische Armee ist in Schwierigkeiten, in sehr großen Schwierigkeiten. Putin will den Krieg verlangsamen. Er braucht Zeit, um den Tausenden von Menschen, die zum Militärdienst gezwungen wurden, wenigstens eine kleine militärische Ausbildung zu geben.“

Ein Soldat der russischen Armee bei einem Einsatz in der Ukraine.
Ein Soldat der russischen Armee bei einem Einsatz in der Ukraine. © Imago/Andrei Rubtsov

Für die russischen Streitkräfte sehe er keine Perspektive, voranzukommen. „Ihr einziges Ziel ist es, das zu behalten, was sie erobert haben, und ich denke, das wird ihnen auch nicht gelingen.“

Ukraine-Krieg: Schlechte Aussichten für Russland

Immer mehr Expert:innen sehen geringere Chancen für die russischen Streitkräfte, den Krieg in der Ukraine noch für sich zu entscheiden. So erziele Russland in der seit Monaten hart umkämpften Stadt Bachmut im Osten der Ukraine keine Fortschritte. Einen entscheidenden Erfolg in der Schlacht um Bachmut bezeichnete das amerikanische Institute for the Study of War (ISW) zuletzt als „sehr unwahrscheinlich“.

Langfristig werde der Krieg das Ende für das „russische Imperium“ bedeuten, so der US-Ökonom Dr. Michael Alexeev. Den Krieg bezeichnete er vor kurzem als den „Sargnargel“ für Russland. (spr)

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