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Widerstand regt sich in Russland: Brandanschläge auf Regierungsgebäude

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Von: Nail Akkoyun

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Ein Graffiti, welches das geteilte Leid der ukrainischen und russischen Bevölkerung darstellen soll. (Archivfoto)
Ein Graffiti, welches das geteilte Leid der ukrainischen und russischen Bevölkerung darstellen soll. (Archivfoto) © Andrea Ronchini/Imago

In mehreren Städten in Russland kommt es zu Brandanschlägen durch Unbekannte. Indes häufen sich auch in der Ukraine Angriffe auf pro-russische Beamte.

Nischni Nowgorod – In der zentralrussischen Stadt Nischni Nowgorod kam es offenbar zu einem Anschlag auf ein Regierungsgebäude. Wie das russische Online-Nachrichtenportal Baza berichtet, soll ein bislang unbekannter Mann am Donnerstag (30. Juni) einen Molotow-Cocktail auf das Büro des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) geschleudert haben, bevor er vom Tatort flüchtete.

Zudem wurden laut Baza letzte Woche in Perm, der östlichsten Millionenstadt Europas, vier Molotow-Cocktails in das Büro des Militärkommissariats des Kirowski-Bezirks geworfen. Wie in Nischni Nowgorod entwickelte sich kein Brand – auch hier flüchteten die Täterinnen beziehungsweise Täter.

Die Angriffe sind als Protest gegen den Ukraine-Krieg zu werten, insbesondere in Anbetracht der jüngeren Vergangenheit: In den vergangenen Monaten wurden mehrfach Brände in Regierungs- und Militärgebäuden in ganz Russland gemeldet. Darüber hinaus wurden Baza zufolge mindestens zehn Rekrutierungsbüros seit Kriegsbeginn am 24. Februar angegriffen.

Ukraine-Krieg: Angriffe auf von Russland eingesetzte Beamtete in Cherson

Wie CNN berichtet, entwickelt sich zudem eine Widerstandsbewegung in der besetzten Südukraine. Alleine in den vergangenen zwei Wochen ist es nach US-Angaben zu drei Attentatsversuchen auf pro-russische Beamtete gekommen. Der Widerstand könnte sich der Einschätzung mehrerer US-amerikanischer Beamteten zu einer breiteren Aufstandsbekämpfung ausweiten.

Bislang konzentriere sich die Bewegung auf die Stadt Cherson. Sollte sich die Einschätzung allerdings bewahrheiten und der Widerstand für Schwierigkeiten sorgen, könnte dies die Fähigkeit Moskaus, neu eroberte Gebiete unter Kontrolle zu behalten, erheblich infrage stellen – und weitere Resistenz in Russland und in der Ukraine hervorrufen. (nak)

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