Streit wegen Ex-Spion Sergej Skripal

Russland wirft 23 britische Diplomaten aus dem Land

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Wladimir Putin, Präsident von Russland.

Russland weist im Streit mit Großbritannien um den Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal 23 britische Diplomaten aus.

UPDATE 18. März: Wladimir Putin wird am Sonntag voraussichtlich erneut zum Präsidenten Russlands gewählt. Sein stärkster Gegner wurde von der Wahl ausgeschlossen. Alle Infos zur Russland-Wahl im News-Ticker.

Moskau - Das teilte das Außenministerium am Samstag in Moskau mit. Hintergrund ist der Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter in England. Zuvor hatte London 23 russische Diplomaten zur Ausreise binnen einer Woche aufgefordert.

Russland ziehe zudem seine Zustimmung für die Eröffnung und den Betrieb des Generalkonsulats in St. Petersburg zurück. Außerdem müsse das Kulturinstitut British Council seine Tätigkeit in Russland einstellen. Der Status des Instituts war dem Ministerium zufolge nicht eindeutig geklärt gewesen. Großbritannien sei vor weiteren Maßnahmen gewarnt worden, sollte London zusätzliche Sanktionen gegen Russland verhängen.

Russland hatte den Schritt bereits am Freitag angekündigt. Außenminister Sergej Lawrow nannte jedoch keine Details. Moskau hatte ein britisches Ultimatum zur Aufklärung des Attentats verstreichen lassen. Russland dementierte Vorwürfe, in den Fall verwickelt zu sein.

London: Putin steckt hinter Giftanschlag

London beschuldigte Präsident Wladimir Putin, Drahtzieher des Attentats zu sein. Die Entscheidung sei „höchstwahrscheinlich“ von Putin selbst getroffen worden, sagte der britische Außenminister Boris Johnson am Freitag.

Deutschland, Frankreich und die USA stellten sich hinter Großbritannien. Auch Italien und Australien sicherten London Rückendeckung zu. Auch die Nato hat nach eigenen Angaben keine Zweifel daran, dass Moskau für den Anschlag verantwortlich ist.

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