Russland fürchtet um Gleichgewicht 

Moskau wirft Westen gefährliche Militärpolitik vor

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"Das russische Flugabwehr-Raketensystem S-300".

Moskau - Russland hat den USA und der Nato eine für die internationale Sicherheit gefährliche Militärpolitik vorgeworfen. Moskau sieht das atomare Kräftegleichgewicht in Gefahr.

Die Entwicklung des geplanten US-Raketenabwehrsystems in Europa könne das atomare Kräftegleichgewicht in der Welt ins Wanken bringen, sagte der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow am Donnerstag. Auf einer internationalen Sicherheitskonferenz in Moskau warnte er der Agentur Interfax zufolge vor der „Gefahr, die strategische atomare Balance zu zerstören, die bisher als Garant der weltweiten Sicherheit gilt“.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow nannte den US-Raketenschild ein „Risiko“ für die russischen Streitkräfte. Er kritisierte auf der Konferenz, dass Teile der Raketenabwehr in Rumänien bereits in diesem Jahr und in Polen bis 2018 eingerichtet werden sollen.

Moskaus Militärführung nannte auch die Osterweiterung der Nato sowie die Verlegung von militärischer Infrastruktur an die Grenzen des Riesenreichs eine Gefahr. „Wir kommen nicht umhin, den negativen Einfluss der aufkommenden Lage auf die militärische Sicherheit Russlands zu bemerken“, sagte Gerassimow. Auch andere Staaten seien von der westlichen Militärpolitik betroffen. Das heutige System sei nicht mehr in der Lage, allen Staaten die gleiche Sicherheit zu gewährleisten, beklagte der Generalstabschef.

dpa

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