Unsaubere Buchhaltung

Sachsen-Anhalt-AfD will Bundestagsabgeordneten ausschließen

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Frank Pasemann beim AfD-Landesparteitag Sachsen-Anhalt.

Die sachsen-anhaltische AfD will den Magdeburger Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann aus der Partei ausschließen lassen.

Magdeburg - Die sachsen-anhaltische AfD will den Magdeburger Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann aus der Partei ausschließen lassen. Der Bundesvorstand wird „dringend gebeten“, ein entsprechendes Verfahren gegen den 58-Jährigen einzuleiten, beschloss der AfD-Landesvorstand am Montagabend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur.

Sieben Mitglieder votierten für den Antrag, sechs dagegen. Zuvor hatte die „Magdeburger Volksstimme“ (online) über den Vorstoß berichtet. Begründet wird der Antrag damit, dass Pasemann der Partei vorsätzlich und wiederholt geschadet habe.

Pasemann spricht von Kampagne

Hintergrund sollen verschiedene Vorwürfe sein. So hatte Pasemann im Sommer seinen Posten als Landesschatzmeister verloren, nachdem ihm zwei Rechnungsprüfer eine unsaubere Buchhaltung vorgeworfen hatten. Der Magdeburger ist derzeit stellvertretender Bundesschatzmeister der AfD.

Beim jetzigen Antrag handele es sich um eine Kampagne, um ihn „aus dem Bundesvorstand zu schießen“, sagte Pasemann der „Volksstimme“. Für weitere Stellungnahmen waren er und Landeschef Martin Reichardt zunächst nicht zu erreichen.

Erst vor zwei Wochen hatte der Bundesvorstand wegen rechtsradikaler Äußerungen zwei Ausschlussverfahren gegen AfD-Mitglieder aus Sachsen-Anhalt beschlossen.

dpa

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