Einige Hundert Salafisten versammeln sich in Frankfurt

Frankfurt/Main. Rund 700 Salafisten um den radikalen Prediger Pierre Vogel haben sich am Samstag in der Frankfurter Innenstadt versammelt. Nach Angaben der Polizei gab es bis auf einzelne Wortgefechte mit Teilnehmern einer Gegendemonstration keine Zwischenfälle.

Die Ordnungshüter waren mit einem großen Aufgebot am Ort in der Innenstadt. Ein Verbot der Stadt war zuvor vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof in zweiter Instanz gekippt worden. Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte vor dem Treffen betont, er halte salafistische Veranstaltungen für eine der größten Gefahren der Radikalisierung junger Menschen. Salafistische Prediger versuchten zunehmend ihre Gefolgsleute bei scheinbar harmlosen Auftritten für den „Heiligen Krieg“ zu gewinnen. 

Vogel sagte bei der Kundgebung zu seinen meist jungen Zuhörern, niemand könne einen Beleg dafür bringen, dass er zur Gewalt aufrufe. Ihn schüchtere aber nicht ein, wenn er von den Medien als Hassprediger bezeichnet werde. Vielmehr sorge dies für Aufmerksamkeit und verschaffe ihm Anhänger, wenn die Menschen sehen würden, wie er wirklich ist. 

Der Platz der Kundgebung war von der Polizei weitläufig mit Gittern abgesperrt worden. Die Teilnehmer mussten sich vor dem Betreten abtasten und ihre Taschen kontrollieren lassen. Hunderte Schaulustige verfolgten die Veranstaltung hinter der Absperrung. Ursprünglich waren bei dem sogenannten Islamischen Friedenskongress rund 2000 Menschen erwartet worden. (dpa)

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