Amtsgericht Köln

Salafistischer Prediger steht wegen Betrugs vor Gericht

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Der Angeklagte Ibrahim Abou-Nagie (M) wartet am 21.01.2016 im Amtsgericht in Köln (Nordrhein-Westfalen) auf den Beginn eines Prozesses wegen gewerbsmäßigen Betrugs.  

Köln - Zu Unrecht soll der Mann Sozialleistungen in Höhe von rund 54.000 Euro bezogen haben. Als Initiator der Verteilung kostenloser Koran-Ausgaben war er in Deutschland bekanntgeworden.

Der salafistische Prediger Ibrahim Abou-Nagie steht seit Donnerstag wegen gewerbsmäßigen Betrugs vor dem Kölner Amtsgericht. Er soll zu Unrecht Sozialleistungen in Höhe von rund 54 000 Euro bezogen haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft verfügte er über ausreichende Einkünfte, die er dem Jobcenter aber verschwieg. So soll er unter anderem Zugriff auf ein Spendenkonto gehabt haben, das zum Schein auf den Namen eines mitangeklagten Mannes gelaufen sein soll. Der Prediger bestreitet die Vorwürfe. 

Er ist vor allem als Initiator der Verteilung kostenloser Koran-Ausgaben in Deutschland bekanntgeworden. Die Verhandlung wurde bereits kurz nach Beginn unterbrochen, weil die Verteidiger einen Befangenheitsantrag gegen den Richter stellten.

dpa

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