Sander im Porträt: Der Provokateur geht von Bord

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Sander mit Atom-T-Shirt: Mit solchen Aktionen provozierte der Umweltminister seine Gegner.

Golmbach. Umstritten, provokant und bekannt für klare Worte: Seit März 2003 ist Hans-Heinrich Sander niedersächsischer Umweltminister.

Der heute dienstälteste Umweltminister in Deutschland und mit 66 Jahren älteste Landesminister war vor achteinhalb Jahren unter Christian Wulff (CDU) in sein Amt gekommen. Im Januar will Sander den Weg für seinen Nachfolger freimachen.

Für Umweltverbände, SPD, Grüne und Linke ist der gelernte Lehrer und Landwirt nicht zuletzt wegen seiner Haltung zur Atompolitik die Fehlbesetzung in der schwarz-gelben Landesregierung. Trotz aller Kritik sitzt der FDP-Politiker aber fest in seinem Ministersessel, und zumindest nach außen scheint er mit jeder Kritik noch selbstbewusster zu werden.

Bundesweit für Schlagzeilen sorgte sein Besuch im Dezember 2003 im geplanten Atommülllager Schacht Konrad, als er ein T-Shirt mit dem Symbol für Radioaktivität und dem Schriftzug „kerngesund“ trug. Drei Jahre später zog sich Sander den Zorn der Europäischen Union zu. Mit seiner eigenen Motorsäge hatte er im Biosphärenreservat Elbtalaue einen Baum gefällt. Brüssel leitete damals ein Verfahren wegen Verstoßes gegen Naturschutzvorschriften ein.

Sanders politischer Karriere konnten die Vorfälle genauso wenig anhaben, wie die unzähligen Debatten um das mögliche Atommüllendlager Gorleben. Einzig die T-Shirt-Aktion bereue er im Rückblick, sagt er.

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