Umweltminister will Posten räumen

Sander: Rücktritt im Januar

Hans- Heinrich Sander

Golmbach. Jetzt geht er doch erst im nächsten Jahr. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) will am 17. Januar 2012 zurücktreten. Einen Tag später soll sein Staatssekretär und FDP-Landeschef Stefan Birkner vor dem Landtag als Nachfolger vereidigt werden. „Da verhalte ich mich wie ein Bauer“, erklärte Sander gestern auf seinem Obsthof in Golmbach (Kreis Holzminden). „Ein Landwirt haut auch nicht einfach von heute auf morgen von seiner Scholle ab.“

Ursprünglich wollte der ebenso umtriebige wie umstrittene Minister spätestens Ende dieses Jahres in Pension gehen. Der Blick auf die Ereignisse Ende 2010 belehrten Sander offenbar eines Besseren. Damals befand sich das Landwirtschaftsministerium nach dem Rauswurf der glücklosen Ressortchefin Astrid Grotelüschen (CDU) im Umbruch, als plötzlich der Skandal um dioxinverseuchtes Tierfutter hereinplatzte. Der Umweltminister musste als Vertreter den Krisenmanager mimen.

Finanzielle Vorteile

Dass der späte Rückzug mit der bevorstehenden Reform der Beamtenversorgung zu tun habe, bestritt der Minister vehement. Von der möglichen Anrechnung seiner Tätigkeit als früherer Schulleiter würde Sander mit mehreren hundert Euro pro Monat profitieren. „Das hat nichts damit zu tun“, erklärt er angefressen und betont immer wieder seine finanzielle Unabhängigkeit. (ymp) Archivfoto: dpa

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