Sarkozy: Mit kämpferischer Rede auf Wählerfang

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Für Nicolas Sarkozy wird es eng

Paris - Vor der entscheidenden Runde der französischen Präsidentenwahl geht Amtsinhaber Nicolas Sarkozy in die Offensive.

In einer kämpferischen 45-Minuten-Rede verteidigte er am Dienstag sein Werben um die Stimmen der rechtsextremen Front National (FN) von Marine Le Pen. “Man kann in der zweiten Runde keinen Wahlkampf machen wie in der ersten, man muss das Votum für die FN verstehen“, sagte Sarkozy im Pariser Vorort Longjumeau.

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Le Pen, die in der ersten Wahlrunde mit knapp 18 Prozent der Stimmen überaus stark abgeschnitten hatte, sei als Kandidatin offiziell zugelassen gewesen. “Also ist sie auch kompatibel mit der Republik“, erklärte Sarkozy. Er tritt in der Stichwahl am 6. Mai gegen den sozialistischen Kontrahenten François Hollande an, der die erste Runde mit rund 1,5 Punkten Vorsprung gewonnen hatte.

Um die Stichwahl entgegen aller Prognosen noch gewinnen zu können, ist Sarkozy dringend auf die Stimmen der Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten angewiesen. Im ersten Wahlgang am Sonntag hatten rund 30 Prozent der Wähler für Kandidaten der extremen Linken oder Rechten gestimmt.

Hollande lehnt mehr als ein Rede-Duell ab

Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will sich nicht auf mehrere Rede-Duelle mit Amtsinhaber Nicolas Sarkozy einlassen. Es gebe keinerlei Notwendigkeit, mehr als eine Debatte zu organisieren, sagte der in Umfragen führende Hollande am Dienstag. Die Veranstaltung eines einzigen großen Duells sei Tradition und Ritual.

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Die vier großen Radiosender Europe 1, France Inter, RMC und RTL hatten Sarkozy und Hollande eine Rededebatte in ihren Programmen vorgeschlagen. Damit würden nach Senderangaben schätzungsweise zwölf Millionen Hörer erreicht. Sarkozy hatte sich noch am Wahlabend aufgeschlossen gezeigt. Er schlug Hollande drei Debatten vor. Dieser lehnte allerdings umgehend ab.

Der 57 Jahre alte Sozialist geht als großer Favorit in die Stichwahl am 6. Mai. In der ersten Wahlrunde mit zehn Kandidaten lag Hollande zwar nur knapp vor dem Konservativen Sarkozy. In allen Umfragen zur zweiten Runde liegt er allerdings klar vorn.

dpa

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