Appell der Bundesregierung

Saubere Luft: „Autoindustrie muss ihrer Verantwortung gerecht werden“

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Versmogte Städte: Diese Aufnahme stammt aus China - so sollte es in Deutschland niemals aussehen.

Am Dienstag findet das Treffen von Angela Merkel mit 30 Kommunen zum Thema Luftreinhaltung statt. Es soll weitere Maßnahmen gegen zu viele Diesel-Maßnahmen geben. Zuvor appelliert der Verkehrsminister an die Auto-Bauer.

Berlin - Die Bundesregierung dringt weiter auf einen Beitrag der Autohersteller an der geplanten Förderung von Maßnahmen für sauberere Luft in Städten. „Der Bund steht zu seinen finanziellen Zusagen“, sagte der geschäftsführende Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montag). „Ich erwarte aber auch von der Automobilindustrie, dass sie ihrer Verantwortung gerecht wird und ihre Zusagen einhält.“

Bei einem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern von rund 30 Kommunen an diesem Dienstag soll ein Startschuss für zusätzliche Maßnahmen gegen zu viele Diesel-Abgase gegeben werden. Dafür ist ein Förderfonds von einer Milliarde Euro vorgesehen, für den der Bund 750 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat. Den Rest soll die Branche beisteuern. Zusagen gibt es bisher aber nur von Volkswagen, Daimler und BMW.

Schmidt sagte: „Unser Ziel ist es, Fahrverbote zu vermeiden und die Luft in unseren Städten schnell und wirksam zu verbessern.“ Von dem Treffen erwarte er ein deutliches Signal und den gemeinsamen Willen von Bund, Ländern und Kommunen, die Herausforderungen zu meistern.

Umfrage: Mehrheit würde Dieselauto bei Kostenübernahme technisch umrüsten lassen

Eine deutliche Mehrheit der Dieselbesitzer ist zur technischen Umrüstung ihres Autos bereit, wenn die Hersteller die Kosten tragen. Wie eine durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Auftrag gegebene Umfrage ergab, würden 86 Prozent der Befragten ihr Auto technisch umrüsten lassen, wenn die Kosten übernommen werden. Die Umfrage durch das Institut Kantar lag AFP am Montag vor. 

Wie die Befragung weiter ergab, sind nur noch 49 Prozent zur technischen Umrüstung bereit, wenn die Hersteller nur einen Teil der Kosten und Garantien übernehmen - ebenso viele Befragte wären bereit, selbst einen Teil der Kosten zu tragen. Kantar befragte im Oktober und November 1052 Dieselbesitzer.

dpa/AFP

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