Trauerfahnen aus dem 17. Jahrhundert im evangelisch-lutherischem Landesmuseum

„Schätze“ beim Aufräumen entdeckt

Wolfenbüttel/Helmstedt. Acht sogenannte Trauerfahnen für Herzöge aus dem 17. Jahrhundert lagern seit Donnerstag im Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig. Sie waren bei Aufräumarbeiten in der Wolfenbütteler Hauptkirche Beatae Mariae Virginis entdeckt und über ein Jahr lang in der Paramentenwerkstatt in Helmstedt aufgearbeitet worden, teilte das Archiv mit Sitz in Wolfenbüttel mit. Für eine vollständige Restauration fehle derzeit das Geld.

Ursprünglich sei den Findern nicht klar gewesen, welchen Schatz sie in den Händen hielten. „Es war im Grunde ein Haufen unansehnlicher Müll in Kisten“, sagte Wolfenbüttels Propst Hans-Heinrich Schade.

Allein eine gewisse Pietätspflicht gegenüber dem kulturellen Erbe habe die Finder veranlasst, die Kartons voller Stofffetzen zur Reinigung und Lagerung an die Paramentenwerkstatt zu überstellen.

In mühevoller Kleinarbeit wurden die Fahnenfragmente der beidseitig bemalten 1,50 mal 2,70 Meter großen Tücher getrocknet, geglättet und gesäubert, sagt die Leiterein der Restaurationsarbeiten, Friederike Ebner von Eschenbach. Kosten: 10 000 Euro.

Vier Fahnen tragen das Datum 1613 und verweisen damit auf das Todesjahr von Herzog Heinrich Julius. Auf weitern Stücken sind die Daten 1589 und 1626, die Sterbejahre der Herzöge Julius und Christian zu sehen. „In ihrer Brillanz stellen die Fahnen einen kulturellen Schatz dar“, so von Eschenbach. (epd)

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