Schäuble: Alternative zur Steuersenkung

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Wolfgang Schäuble lässt eine Entlastung beim Soli-Zuschlag durchrechnen.

Düsseldorf - Für den Fall, dass die geplante Steuerentlastung an den Bundesländern scheitert, arbeitet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einem Zeitungsbericht zufolge bereits an einer Alternative.

Schäuble lasse eine Entlastung beim Solidaritätszuschlag um drei bis vier Milliarden Euro durchrechnen, berichtete das die "Wirtschaftswoche" am Sonntag vorab.

Demnach soll der Steuersatz unverändert bleiben, aber die Freigrenze angehoben werden, sodass nur Bezieher niedriger Einkommen etwas von der Änderung hätten. Derzeit müssten Beschäftigte, die jährlich höchstens 972 Euro Steuern zahlten, keinen Soli abführen, bei einer Steuerlast bis zu 1.340 Euro gelte ein ermäßigter Satz. Würden die Freigrenzen angehoben, zahlten noch weniger Bürger den Zuschlag.

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Bei einer Entlastung von drei Milliarden Euro müsste die Freigrenze auf ungefähr 3.000 Euro Einkommensteuer steigen, schätzte der Steuerexperte Frank Hechtner vom Institut für betriebswirtschaftliche Prüfungs- und Steuerlehre der Freien Universität Berlin laut “Wirtschaftswoche“. Das entspräche einem monatlichen Bruttolohn von 2.100 Euro in Steuerklasse eins. Rund sechs Millionen Bürger müssten dann auch keinen Soli mehr zahlen.

dapd

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