Schäuble: Keine Gefahr der Herabstufung

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht angesichts der Sparpolitik der Bundesregierung keine Gefahr, dass die umstrittenen Ratingagenturen die bestehenden Bestnoten für Deutschland zurücknehmen könnten.

“Solange wir da vernünftige Politik machen, müssen wir da keine Angst haben“, sagte Schäuble am Samstag beim Tag der Offenen Tür der Bundesregierung in Berlin. Der Minister verteidigte die Arbeit der Ratingagenturen als leistungsfähiger gegenüber denkbaren ähnlichen staatlichen Bewertungseinrichtungen.

Zugleich kritisierte er aber auch, es sei schlecht, dass es nur drei dieser Unternehmen in der westlichen Welt gebe. Zudem hätten die Agenturen schon schwere Fehler gemacht, etwa als sie die Finanzkrise 2008 nicht vorausgesehen hätten.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte vor einigen Wochen der USA die Topnote “AAA“ entzogen, die Konkurrenten Moody's und Fitch blieben aber bei der bisherigen Bewertung.

Schäuble erteilte den umstrittenen Eurobonds erneut eine klare Absage. Solange die Finanzpolitik nicht vergemeinschaftet sei und es keinen gemeinsamen Finanzminister gebe, solange könne es auch keine mit den Eurobonds verbundenen einheitlichen Zinsen geben. Die unterschiedlichen Zinsen in den Mitgliedsländern seien Anreiz für stabiles Wirtschaften, betonte Schäuble.

Der Minister räumte ein, dass ihn die Finanzkrise in der zurückliegenden Sommerpause stark beschäftigt habe. Im Urlaub habe er etwa gegenüber seiner Frau beklagt, dass er keinen Abstand zu den Problemen bekomme. Auf die Frage, ob er sich manchmal wie ein Getriebener fühle, antwortete der Minister: “Ja, das kommt schon vor.“ Er sage sich selbst aber immer wieder, gerade in aufregenden Zeiten müsse man gelassen bleiben und einen kühlen Kopf behalten.

dpa

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