Nahles kontert "Inszenierungs"-Vorwurf

Schäuble kritisiert SPD-Mitgliederbefragung

+

Freiburg - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat kritisiert, dass die SPD vor einer Koalitionszusage an die Union erst ihre Mitglieder darüber entscheiden lassen will.

Bei einem Parteitag des CDU-Bezirksverbandes Südbaden in Au bei Freiburg sprach er am Samstag von einer „Inszenierung“. Die Entscheidung zum gemeinsamen Regieren könne auch die SPD-Führung alleine treffen. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles warf ihm daraufhin „einen gravierenden Mangel an Respekt vor den Mitgliedern“ der SPD vor.

Schäuble sagte, die Mehrheit der Deutschen sei nach aktuellen Umfragen für eine große Koalition. Daher sei es unnötig, vor dem Start einer Regierung zuerst die Mitglieder zu befragen. Nahles konterte: „Wir sind eine selbstbewusste Partei, die innerparteiliche Demokratie ernst nimmt. Herr Schäuble versteht aber genau davon ganz offenbar nichts.“

Schäuble bezeichnete die Gespräche mit der SPD als zeitaufwendig und auch schwierig. „Für die Sozialdemokraten ist ein Bündnis mit der Union nur eine Notlösung“, meinte der CDU-Politiker. Er rechne für die kommenden Wochen mit einer langen Regierungsbildung.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.