Scharfe Töne im Korea-Konflikt

Seoul - Das Militär des kommunistischen Nordkoreas hat mit kriegerischen Tönen auf eine Übung der südkoreanischen Streitkräfte nahe der umstrittenen Seegrenze zwischen beiden Ländern geantwortet.

Falls es Südkorea in Zukunft wagen sollte, nur eine Kugel oder Granate auf Nordkoreas Territorium zu feuern, werde der südkoreanische Präsidentenpalast in Seoul in ein “Feuermeer“ verwandelt, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung des Obersten Streitkräftekommandos.

Die Volksarmee sei bereit, “in eine entscheidende Schlacht zu ziehen, um jede militärische Provokation abzuwehren“, wurde das Kommando von den staatlichen nordkoreanischen Medien zitiert. Südkorea wurde vorgeworfen, mit den Übungen am Mittwoch “eine neue und militärische Provokation“ unternommen zu haben. Das kommunistische Nordkorea hat in der Vergangenheit mehrfach die Metapher des “Feuermeers“ benutzt, um Südkorea zu drohen.

Südkorea hatte am Mittwoch mit den Übungen zum ersten Jahrestag des Beschusses seiner Insel Yonpyong im Gelben Meer durch Nordkoreas Küstenartillerie militärische Stärke demonstriert. Bei den Übungen im Gebiet um Yonpyong hatte Südkoreas Armee unter anderem Artilleriegeschütze, Kampfjets und einen Zerstörer eingesetzt. Durch den Inselangriff im November 2010 mit vier Toten hatten sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel deutlich verschärft. Als Reaktion auf den ersten Angriff auf bewohntes südkoreanisches Gebiet seit dem Korea-Krieg (1950-53) hatte Südkorea Sanktionen gegen Nordkorea verhängt und die Verteidigungsstellungen auf grenznahen Inseln ausgebaut.

dpa

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