Kälte, Eis und harter Boden stört das Leben von Menschen und Tieren empfindlich

Schiffe in der Warteschleife

Nichts geht mehr: Auf einigen Abschnitten der Schifffahrtsstraßen – wie hier dem Mittellandkanal bei Hannover – geht nichts mehr, die Binnenschiffer kapitulieren vor den Eissschollen. Foto: dpa

Hannover/Göttingen. Eiszeit in Niedersachsen – es bleibt bitter kalt, und das führt weiter zu Beeinträchtigungen im Lebensalltag von Menschen und Tieren, wie ein Überblick über die Meldungen aus dem Land zeigt.

Schifffahrt

Nichts ging abschnittsweise am Montag auf dem Mittellandkanal für die Schifffahrt: Die Wasserstraße und einige Seitenkanäle waren wegen großer Eisschollen teilweise gesperrt. „Die Eisschollen sind eine zu große Behinderung für den Schiffsverkehr geworden“, sagte eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte. Gesperrt waren auch die Oststrecke von der Schleuse Sülfeld bei Wolfsburg sowie die Kanäle Osnabrück, Linden, Hildesheim und Salzgitter. Sechs Eisbrecher versuchten, restliche Strecken für die Binnenschifffahrt freizuhalten.

Friedhöfe

Die Friedhöfe in Niedersachsen haben mit dem Dauerfrost zu kämpfen. „Bei uns gibt es zurzeit keine Urnenbeisetzungen“, sagte ein Sprecher der Stadt Hannover. Die Urnen blieben solange in den Kapellen stehen, bis die Erde wieder aufgetaut sei. Für die Sargbestattungen rücken die Friedhofsmitarbeiter mit dem Bagger aus. „Da können wir nicht warten.“ Andernorts laufen die Beerdigungen noch wie gewohnt. In Osnabrück wurden die künftigen Gräber mit Laub und Rindenmulch abgedeckt, sagte Eva Güse von der Friedhofsleitung. „Ein Presslufthammer steht aber bereit.“

Wildtiere

Der Winter macht dem Wild in den niedersächsischen Mittelgebirgen trotz der eisigen Temperaturen weniger zu schaffen als in den vergangenen Jahren. Hirsche und Rehe müssen nach Angaben der Landesforsten bis jetzt weder im Harz noch im Solling gefüttert werden. Eine sogenannte Notzeit, die Förster und Jäger zur Fütterung verpflichtet, sei nicht in Sicht, sagte ein Sprecher. „Die Tiere haben sich außerdem im milden Herbst eine dicke Fettschicht angefressen“. Viele Wildtiere sind in tiefergelegene Tallagen gezogen, wo das Futter leichter zu finden ist. (lni/tko)

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