"Politik mit dem Rechenschieber"

Schlarmann rechnet mit "System Merkel" ab

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Josef Schlarmann, dem Bundesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU/CSU

Berlin - Schlechter Start nach der Sommerpause für Angela Merkel. Die Kanzlerin wurde von CDU-Mittelstandspolitiker Josef Schlarmann wegen ihres Führungsstils scharf angegriffen.

Er habe erhebliche Zweifel daran, dass die Union mit Merkel an der Spitze noch genügend Stimmen bei Wahlen holen könne, sagte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU/CSU der Leipziger Volkszeitung. Aber ein potenzieller Nachfolger habe keine Chance, nach oben zu kommen, und die Partei werde „mit einem Wohlfühl-Programm für den nächsten Bundesparteitag ruhiggestellt“.

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Die CDU-Vorsitzende betreibe Politik und Wahlkämpfe mit dem Rechenschieber, sagte Schlarmann, der sich seit Jahren als Kritiker Merkels profiliert. „Es gibt keinerlei grundsätzliche Debatte mehr, weil alles in Frau Merkels CDU als alternativlos angeboten wird. Das ist wie in der Mensa, die täglich nur ein Gericht anbietet. Wem das nicht schmeckt, der bleibt draußen.“ Harte Themen wie Energie oder Europa würden in der Union gar nicht mehr grundsätzlich behandelt.

Karriere mache nur noch, wer auf Merkels Linie liege, das habe man beim entlassenen Umweltminister Norbert Röttgen erlebt. Von den möglichen Herausforderern habe keiner politisch überlebt. „Das liegt am System Merkel. Wer sich auf Landesebene für die Bundespolitik vorbereiten wollte, ist weg. Bis auf die, die sich ganz bewusst aus der Bundespolitik raushalten, wie David McAllister in Niedersachsen oder Volker Bouffier in Hessen.“

dpa

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