Auch in Niedersachsen Fälle mit Billig-Silikon

Schlechte Implantate verwendet

Hannover. In Niedersachsen sind sieben Schönheitsinstitute mit minderwertigen Brustimplantaten aus Frankreich beliefert worden. Wie viele Frauen die Billig-Silikonkissen bekommen haben, ist noch unklar.

Bei den sieben Einrichtungen handele es sich vorwiegend um Privatkliniken im Großraum Hannover, sagte am Mittwoch der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Thomas Spieker. Eine davon ist inzwischen nicht mehr aktiv. Auch ein bereits 2005 geschlossenes Institut in Bad Harzburg ist betroffen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät zur Entfernung der Implantate, weil gesundheitsgefährdendes Silikon austreten kann.

Gefahren drohen

Weltweit sollen bis zu einer halben Million Frauen die minderwertigen Implantate der Firma PIP bekommen haben. Bundesweit sind bereits 25 Fälle bekannt, in denen das Implantat gerissen ist. Auch ohne Risse drohen Gefahren. Ein Zusammenhang zwischen den Silikonkissen und Krebserkrankungen wird befürchtet.

Das niedersächsische Gesundheitsministerium veröffentlichte am Mittwoch die Namen der beiden geschlossenen Schönheitsinstitute, wo Ärzte Frauen PIP-Implantate einsetzten. Die fünf anderen Einrichtungen müssen dem Gesundheitsministerium bis Donnerstagabend zusichern, dass sie ihre Patientinnen informiert haben. (lni)

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